Mi., 02.09.2015

Wikingerschach Zwei Dreifach-Weltmeister besiegt

Ascheberg - 

Stefan Vorrink aus Ascheberg ist Deutscher Einzelmeister im Kubb. Am Ende wies er zwei Dreifach-Weltmeister aus Berlin in die Schranken.

Von Theo Heitbaum

Acht Jahre bis zum Titel: Stefan Vorrink aus Ascheberg ist Deutscher Einzelmeister im Wikingerschach . „Unfassbar“, jubelt der Champion nach dem Wettbewerb in Tangstedt, der vom Deutschen Kubb-Bund ausgerichtet wurde.

„Es waren von Beginn an enge Wettkämpfe“, blickt Stefan Vorrink zurück. Der Ascheberger, der die Wurfhölzer zum ersten Mal vor gut acht Jahren bei einem Kolping-Wochenende in Tossens in die Hand nahm, hat sich einige Male schon im Mittelfeld der Meisterschaft gesehen. Doch für das Mitglied vom Kubbless, dem mehrfachen Sieger der Ascheberger Kubb-Liga, wendeten sich auch knappe Partien zum Guten.

Gespielt wurde zuerst in Gruppen. Dort musste Stefan Vorrink gegen Gesine Klebba von den Berliner Gipfelstürmern die erste Niederlage hinnehmen. Sie landete bei sieben Würfen fünf Treffer auf der Grundlinie, nach sechs Minuten war das Spiel gegen den Ascheberger gelaufen. Als Vorrundensieger traf Vorrink auf einen Vierten, Franz Ludwig aus Jena, ein Geheimfavorit. Mit dem besten Spiel des Tages stand Vorrink vor dem Einzug in die Hauptrunde. Doch ausgerechnet gegen Matthias Wiesmann auch Dresden fehlte die Sicherheit bei den Acht-Meter-Würfen. „Mein schlechtestes Spiel, eine gute Platzierung war außer Reichweite“, berichtet der Ascheberger. In der Hauptrunde stand Vorrink drei Mal vor dem Aus, jedes Mal wendete er die Partien und stand plötzlich als Sieger der Hauptrunde im Halbfinale um die Meisterschaft. „Mein Sohn Julian hat einen großen Anteil an dem Erfolg. Wir trainieren nicht nur zusammen, er hat mich auch gecoacht. Das war eine wertvolle Hilfe“, berichtet Vorrink.

Bessere Gegner als im Halbfinale und Finale gibt es nicht. In der Vorschlussrunde war Jais Langer der Gegner, gerade zum dritten Mal Mannschaftsweltmeister auf Gotland und zum besten Spieler gewählt worden. Der Nachwuchsmann der Berliner Gipfelstürmer war bei der tollen Acht-Meter-Quote des Ascheberger chancenlos. Heiko Kreuzburg, ebenfalls Gipfelstürmer aus Berlin und dreifacher Weltmeister, war im Finale gegen die Treffsicherheit des Aschebergers chancenlos.

Für Stefan Vorrink war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft nicht der erste Turniersieg des Jahres. Der Ascheberger war mit Kubbless schon auf einigen Plätzen aktiv. Bei der Weltmeisterschaft auf Gotland trat er mit einem eigenes gegründeten Team an. Einzelturnier wie die Meisterschaft sind selten. Für den Erfolg macht Vorrink eine neue Lockerheit verantwortlich: „Man muss Spaß dabei haben, darf es nicht zu verbissen sehen. Vor dem Halbfinale habe ich erst einmal ein Bier getrunken.“

Mit einigen Meisterschaftsgegnern wird es am 3. Oktober bei der achten Ascheberg Open ein Wiedersehen geben. Als Organisator für das Kolping-Kubb-Team gehört Stefan Vorrink dann zu den Gastgebern.

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