Fr., 20.11.2015

Ausbildungs- und Berufsmesse Berufswelt präsentiert sich vielfältig

Die Handwerker  hatten sich einiges einfallen lassen. Hier informiert Bäckermeister Heiner Lüningmeyer über die Arbeit in der Backstube, hinter der Ladentheke und im Cafè.

Die Handwerker  hatten sich einiges einfallen lassen. Hier informiert Bäckermeister Heiner Lüningmeyer über die Arbeit in der Backstube, hinter der Ladentheke und im Cafè. Foto: hbm

Ascheberg - 

Die, für die alles aufgebaut war, sahen sich zuerst etwas zaghaft um. Die große Vielfalt der Berufswelt erkundeten Ascheberger Jugendliche am Freitagnachmittag dann aber zielbewusst und offen.

Von Theo Heitbaum

Der Schritt von der Schule zum Unternehmen ist für Jugendliche nicht einfach. Gestern standen ihnen alle Türen offen. Bei der ersten Praktikums- und Ausbildungsmesse in der Sporthalle Nordkirchener Straße präsentierte sich die bunte Vielfalt der Ascheberger Firmenwelt. Angereichert wurde sie durch größere Unternehmen aus der Nachbarschaft sowie von einigen öffentlichen Institutionen. Die Bundespolizei kam sogar unangemeldet, um zu werben.

45 professionell aufgebaute Stände machten Eindruck auf die Jugendlichen. „So hatte ich mir das nicht vorgestellt, alle haben sich viel Mühe gemacht“, war Luca Wobbe überrascht und dankbar zugleich. Die Neuntklässler der Profilschule waren ganz gezielt unterwegs. Alle Mädchen und Jungen hatten drei Fragebögen, um die Messe zu erkunden. Ein Besuch war durch die Potenzialanalyse, die die Stärken der Jugendlichen gezeigt hatte, vorgegeben. „Ich war bei Uckelmann und Architekt Steinhoff“, berichtete Sebastian Sobbe, der nach einer Tischlerlehre Architektur studieren möchte. Sein Beispiel steht für die Vielfalt der Berufsmöglichkeiten vor Ort, die übrigens auch von Jugendlichen anderer Schulen angesehen wurden. Laurin Rüschenschmidt erkundigte sich auf den Spuren des Vaters bei der Polizei, Justus Nientiedt bei den Handwerkern. Zu ihnen gehörte etwa Karl Mangels. „Es war für uns ein interessanter Tag, auch weil es im Vorfeld spannend war, mit den Mitarbeitern zu besprechen, wie wir uns darstellen“, berichtete der Malermeister. Von „sehr interessanten Gesprächen“ war Hendrik Hemker (Wecon) angetan. Ganz nebenbei erhielt er ein Bewerbungsmappe: „Wir waren vor einer Woche in der Hauptschule und haben uns da vorstellt. Ein Mädchen hat sich nun beworben.“

Auf jeden Fall wieder dabei sein wird Clemens-August von Freeden vom Davensberger Hotel: „Schön, was hier auf die Beine gestellt worden ist.“ Und Hubertus Bockel ist zuversichtlich, dass sein Landmaschinenbetrieb einen Praktikanten erhalten wird: „Ich habe genug Unterlagen ausgegeben.“

Zu den Gästen gehörten der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling, Landrat Christian Schulze-Pellengahr und Bürgermeister Dr. Bert Risthaus. Schulministerin Sylvia Löhrmann richtete durch Rainer Michaelis Grüße aus. Anja Hölscher, die das Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“ auf Kreisebene koordiniert, ist vom Ablauf in Ascheberg begeistert: „Hier ziehen viele mit, in der Schule das Kollegium, die Wirtschaft im Ort, der Bürgermeister, das Schulamt. Das ist schon vorbildlich.“ In anderen Orten seien es oft Einzelpersonen, die sich bei dem Thema abstrampelten. Obwohl: Auch in Ascheberg gibt es die eine Fachfrau, die viele Menschen für KAoA begeistert hat: Profilschul-Lehrerin Simone Lütkenhaus. Sie genießt beim Blick auf das Geschehen eine Nussecke: „Heute Morgen hatte ich noch ein unbestimmtes Gefühl. Jetzt bin ich begeistert, wie das alles klappt. Das ist schön zu sehen.“

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