Do., 10.03.2016

Praktikum der Profilschüler Spannende Einblicke in die Arbeitswelt

Die Praktikanten der Profilschule (o. v.li.): Leon Blasig (Stattmann), Luca Klaverkamp (Klaas), Alena Lux und Marlene Drees (St. Katharina Kindergarten), (li. v. oben) Tim Witthoff (Schröer), Hannah Krampe (Theater Total), Hendrik Wenning (Wecon), Jonas Dinkheller (Klaas), (re. v. oben) Johannes Adamczyk (Klaas), Gunnar Borgmann (Klaas), Jonas Budde (Stattmann) und Justus Nientiedt (Schröer).

Die Praktikanten der Profilschule (o. v.li.): Leon Blasig (Stattmann), Luca Klaverkamp (Klaas), Alena Lux und Marlene Drees (St. Katharina Kindergarten), (li. v. oben) Tim Witthoff (Schröer), Hannah Krampe (Theater Total), Hendrik Wenning (Wecon), Jonas Dinkheller (Klaas), (re. v. oben) Johannes Adamczyk (Klaas), Gunnar Borgmann (Klaas), Jonas Budde (Stattmann) und Justus Nientiedt (Schröer). Foto: lwo

Ascheberg - 

Nach drei Wochen spannendem Praktikum geht es am Montag wieder in die Schule. Bei einer Stippvisite der „WN“ erzählten die Profilschüler, was sie in den Betrieben erlebt haben.

Von Luca Wobbe, Profilschul-Praktikant in der WN-Lokalredaktion

Die Praktikanten der Profilschule Ascheberg erlebten die bisher spannendsten Arbeitswochen ihres Lebens. Ob im Kindergarten, in der Schreinerei oder bei der einen oder anderen Industriefirma: Während des Praktikums haben alle Schüler ihr persönlichen Höhenpunkt erlebt. Vom Zusammenschrauben der Motoren bis hin zum Erziehen der kleineren Kinder, war fast alles dabei. Einige Praktikanten waren außerhalb Ascheberg aktiv, um speziellere Berufe auszuprobieren. Es gab beispielsweise die Polizeidienststelle in Lüdinghausen oder das Theater in Bochum, wobei mancher sich bei Orten wie Bochum doch fragt, wie man jeden Tag dorthin kommt. Einige Praktikanten berichteten bei einer Stippvisite der „Westfälischen Nachrichten“ über ihre Erfahrungen.

In einigen Firmen wurde die Größe als Grund für das jeweilige Praktikum genannt. Die meisten großen Firmen sind sehr vielfältig. Die dortigen Praktikanten probierten viele Bereiche aus und lernten sehr viel kennen. Einige Jugendliche wiesen auf den Standort als Pluspunkt hin. Verschiedene Schüler nutzten die Kontakte ihrer Eltern, um an einen Praktikumsplatz zu gelangen. Die Jugendliche haben natürlich auch so ein bisschen geschaut, was die Freunde so machen.

Die Praktikantinnen aus dem Kindergarten haben in der Erziehung teilweise bewusst nicht ihren einstigen Kindergarten bevorzugt, um mal die Methoden anderer Kindergärten kennenzulernen. Alena Lux und Marlene Drees wählten speziell den St. Katharina Kindergarten aus, um einmal die ungewöhnliche Struktur, welche eingeteilte Gruppen enthält, auszutesten. Ein anderer Reiz dieser Kita waren die verschiedenen Angebote, wie beispielsweise die Hundegruppe.

Die meisten Praktikanten bekamen ihre Praktikumsstelle direkt beim ersten Versuch. Hannah Krampe, die im Theater Total in Bochum ist, wollte unbedingt in dieser Branche arbeiten und hat es beim vierten Anlauf dann auch geschafft.

Das Spannendste während dieser Zeit war vom Betrieb abhängig. Im Kindergarten war es wohl das, was man ständig als Erzieherin macht: man spielt mit Kindern. Bei den technischen Berufen war das Highlight natürlich, wenn man die großen Maschinen begutachten durfte. Maximilian Hammelmann, der mit Hendrik Wenning zusammen bei Wecon arbeitete, nannte die Arbeit mit dem Lastenkran. Jonas Dinkheller, der mit vier anderen Schülern bei Klaas tätig war, fand das Verkabeln der Schrägaufzüge toll. Im Theater war das Miterleben der Proben das Schönste. Aufgrund fehlender Köche wurde dort selbst gekocht, was für Spaß gesorgt hat. Hanna Krampe schlief in der Woche in Bochum, bis es dann am Wochenende endlich nach Hause ging. Das Probieren der chinesischen Kampfkunst Tai Chi hat ihr großen Spaß gemacht.

Das absolute Highlight für Jonas Budde und Leon Blasig in der Schreinerei Stattmann war der Bau eines eigenen Longboards. Für Laura Kühnhenrich bei der Polizei in Lüdinghausen stieg die Spannung natürlich gerade dann, wenn sie im Dienstwagen mitfahren durfte oder beim Blitzen geholfen hat. In der örtlichen KFZ-Werkstatt hatten die beiden Praktikanten Justus Nientiedt und Tim Witthoff am Reifenwechsel, dem Schweißen und dem Bremsenwechsel ihren Spaß.

Viele Praktikanten hätten nicht erwartet, dass sie so viel selbstständig machen dürfen und so viel zu tun bekommen. Gleichzeitig wurde aber auch keiner mit Aufgaben überhäuft. Alle waren für das Vertrauen sehr dankbar und hätten mit so viel nicht gerechnet. Kaum weiter verwunderlich ist, dass so gut wie alle Schüler die Schule überhaupt nicht vermissen. Allen, denen ihr Beruf gefallen hat, hatten mehr Lust auf ihre Arbeit als auf die Schule. Dort wird alles gelehrt und nicht nur das, worauf man Lust und Laune hat. Für die Allermeisten war es eine Überlegung wert, diesen Beruf in der Zukunft auszuüben. Der Großteil Schüler hatte übrigens kaum Kundenkontakt. Ihre oft einzige Gesellschaft waren durchschnittlich etwa acht bis zehn Mitarbeiter.

Im Theater waren die „Kollegen“ die Schauspieler, welche jährlich kommen und gehen. Es gibt aber auch schätzungsweise starke 50 Festangestellte im Theater, während es bei der Polizei von der Frühschicht und Spätschicht abhängig war. Hier waren es nach Angaben von Laura Kühnhenrich rund sieben bis acht Kollegen pro Schicht.

Freundeskontakt war oft nur noch am Wochenende und seltener unter der Woche möglich. Während der Werktage in der Woche reichte den meisten Praktikanten What`s app als Kommunikationsmöglichkeit.

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