Di., 19.04.2016

Sehr Gute Noten im Vergleichstest: Profilschule kann sich mit Gymnasium messen

Ein gutes Lernklima herrscht in der Ascheberg Profilschule. Dafür sprechen die Ergebnisse im KESS-Vergleichstest.

Ein gutes Lernklima herrscht in der Ascheberg Profilschule. Dafür sprechen die Ergebnisse im KESS-Vergleichstest. Foto: sff

Ascheberg - 

Die Profilschule hat sich in einem Vergleichstest dem Gymnasium und der Gesamtschule gestellt. Die Ascheberger „hängen in vielen Bereichen Gesamtschüler ab und können sich durchaus mit Gymnasiasten messen“, sagt Schulleiterin Sylke Reimann-Perez.

Es ist eine Frage, die viele Eltern umtreibt: Lernt mein Kind genug? Und: Lernt es die richtigen Dinge für sein Leben als Erwachsener? Die Profilschule Ascheberg ( PSA ), selbst noch in den Kinderschuhen, hat sich die gleichen Fragen gestellt. Und jetzt auch Antworten darauf: „Die Kinder auf der Profilschule lernen genug, sie lernen das Richtige – und sie hängen in vielen Bereichen Gesamtschüler ab und können sich durchaus mit Gymnasiasten messen“, sagt Schulleiterin Sylke Reimann-Perez . Das habe die Profilschule nun schwarz auf weiß.

Denn vor einigen Wochen haben die Fünft-und Siebtklässler der Ascheberger Schule an den sogenannten „KESS“-Vergleichstests teilgenommen. Und die Ergebnisse sind durchweg mehr als erfreulich. Bereits die Fünftklässler kommen an der PSA mit sehr guter Vorbildung an: „Da muss man den Grundschulen im Gemeindegebiet ein großes Kompliment machen“, sagt Sylke Reimann-Perez, „die Lehrer dort haben mit ihrer hervorragenden Arbeit den Schülern einen guten Start in die weiterführenden Schulen ermöglicht.“ Vor allem im Fach Deutsch im Bereich „Leseverständnis“ schneiden die Ascheberger Schüler gut ab, in den Naturwissenschaften sogar außergewöhnlich gut.

„Die Schwierigkeit ist nun aber, das Wissen nicht nur zu halten, sondern noch auszubauen“, erläutert Susanne Wachholz, didaktische Leiterin an der Profilschule. Auch das ist den Aschebergern gut gelungen. Die Vorleistungen aus den Grundschulen konnten noch ausgebaut werden, im Fach Mathematik haben die Mädchen in ihrem Wissen fast zu den Jungen aufgeschlossen (und beide Gruppen der siebten Klasse haben die Gesamtschüler überholt). In Zahlen ausgedrückt heißt das: Die Jungen erreichen 122 Punkte ( Gesamtschule 113, Gymnasium 144), die Mädchen 119 Punkte (Gesamtschule 106, Gymnasium 136).

Beeindruckend sind die Ergebnisse in den Naturwissenschaften. Hier erreichen die Siebtklässler der PSA fast Gymnasialniveau. Die Jungen erreichen im Schnitt 109 Punkte (Gesamtschule 96, Gymnasium 119), die Mädchen 106 Punkte (Gesamtschule 89, Gymnasium 111). Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Deutsch-Leseverständnis, die Mädchen liegen zehn Punkte über den Gesamtschulen, die Jungen sogar 15 Punkte.

„Lediglich bei der Deutsch-Orthografie haben wir noch Nachholbedarf“, gibt Sylke Reimann-Perez zu. Hier liegen zwar die Mädchen zwei Punkte über den Gesamtschülern, die Jungen aber drei Punkte hinter der Vergleichsgruppe. Im Vergleich zu den Gymnasien fehlen den Profilschülern mehr als 20 Punkte. Sylke Reimann-Perez relativiert: „Man muss immer bedenken, dass die Arbeiten jeweils in den fünften und siebten Klassen geschrieben wurden“, erklärt sie. „Daher lassen wir uns sehr gut mit den Gesamtschulen vergleichen. Die Gymnasien dagegen sind in ihrer Schulzeit um ein Jahr verkürzt, haben daher also einen Wissensvorsprung.“ Umso bemerkenswerter seien die erzielten Ergebnisse vor allem, weil sie die Mittelwerte aller Schüler abbilden – also auch die Ergebnisse der 13 Förderschüler mit einfließen.

Ein ähnlichen Effekt hat auch Guido Meyer, stellvertretender Schulleiter, beobachtet. Er hat zusätzlich zu den KESS-Arbeiten noch im Fach Mathematik eine Vergleichsarbeit mit dem Gymnasium in Senden schreiben lassen. „Unsere Schüler mussten sich richtig strecken, um mit den Gymnasiasten mitzuhalten, da auch diese ein Jahr weiter sind. Unsere Schüler haben das sehr gut gemacht und sind fast an die Leistungen der Sendener herangekommen. Das hat unseren Kindern einen richtigen Schub gegeben.“ „Diesen Schwung nehmen die Kinder mit –und die Lehrer auch“, resümiert Sylke Reimann-Perez.

► „KESS“ wurde an der Universität Hamburg entwickelt und steht für „Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern“.

Untersucht werden die Bereiche Deutsch (Leseverständnis, Rechtschreibung), Mathematik, Naturwissenschaften und Englisch (nach Klasse 5). Die Schüler quer durch alle Schulformen schreiben im Rahmen der Untersuchung einheitliche Klassenarbeiten, diese Leistungsnachweise werden dann ausgewertet und miteinander verglichen.

Dabei hat sich die Profilschule mit den Gesamtschulen und Gymnasien in Hamburg verglichen.

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