Konzert der White Sox
Sänger mit vielen Talenten

Ascheberg -

Mit stehenden Ovationen wurden die White Sox bedacht, die sich erst nach mehreren Zugaben von ihrem Konzertpublikum verabschiedeten. Zuvor hatten sie einen Bogen von Eric Clapton bis Klaus Lage geschlagen.

Sonntag, 22.05.2016, 17:05 Uhr

Mit Spaß und Ambitionen bei der Sache: die „White Sox“ unter Leitung von Uli Böckmann. Beim Publikum kamen Gesang und lockeres Auftreten bestens an.
Mit Spaß und Ambitionen bei der Sache: die „White Sox“ unter Leitung von Uli Böckmann. Beim Publikum kamen Gesang und lockeres Auftreten bestens an. Foto: nico

. Kein „Jägerchor“, keine „Freude schöner Götterfunken“ und auch das „Ännchen von Tharau “ ist nur Deckmantel für „Barbara Ann“: Die „White Sox“ gehen musikalisch deutlich andere Wege als traditionelle Männergesangvereine. Stattdessen gibt es moderne Töne von den Toten Hosen, Klaus Lage oder den Eurythmics . Und dass dabei der Spaßfaktor auch nicht zu kurz kommt, erlebten die Zuschauer am Samstag in der voll besetzten Aula des Schulzentrums Ascheberg bei der launigen „Nacht der weißen Socken“.

Was bei anderen als modische Todsünde gilt, wird bei ihnen zum Markenzeichen und Namensgeber: Ihre weißen Socken zum schwarzen Dress tragen die Sänger des Ascheberger Herrenchores mit Überzeugung. Und die hört man auch. Ob „Tausendmal berührt“ von Klaus Lage, der rockige „Summer of ´69“ von Bryan Adams oder das romantische „Dein Blick“ von den Wise Guys : Die 38 Akteure der „White Sox“ singen mit Herzblut und Engagement. Dafür sorgt auch Chorleiter Uli Böckmann, oder wie der „Bildungsauftrags-Concierge“ Martin Weiland es ausdrückte, „der Mann, der es fertig bringt, aus verknoteten Stimmbändern einen Klangteppich zu weben und aus lebensgerundeten Bäuchen Klangschalen zu töpfern“.

Auch in Soli zeigten sich die Sänger des Chores stimmfest: Dietrich Bentlage schwärmte als Chansonnier von einer etwas anderen Begegnung in Paris, Jürgen Pitzer gab mit sichtlichem Vergnügen den „King Louis“ aus dem Dschungelbuch.

Doch die Herren des Männerchores sind nicht nur stimmlich fit. Einige Mitglieder zeigten in einem „Konzert im Konzert“ ihr instrumentales Können als Band mit Klavier, E-Gitarre, Bass und Schlagzeug und rissen das Publikum mit Songs wie „Sweet home, Alabama“ mit.

In kleiner Besetzung als Vokalgruppe begeisterte ein Sextett mit gefühlvollen Interpretationen von Eric Claptons „Tears in heaven“ oder Grönemeyers „Halt mich“.

Zum Abschluss trat dann wieder die volle Chorbesetzung an und lief, begleitet von Stefanie Krebs am Klavier, noch einmal zu Bestform auf. Insbesondere die sächsische Version des 60er Jahre-Hits „Da Doo Ron Ron“ („Sie war Held der Arbeit und ich Jungpionier“) brachte die Gäste zum Lachen und kräftigem Mitklatschen.

Am Ende gab es vom Publikum stehenden Applaus, dem der Chor mit mehreren Zugaben begegnete. Mit Abbas „Thank you for the music“ war dann aber endgültig Schluss. Schließlich war in Berlin der Anpfiff schon eine Viertelstunde vorbei. Um beim Pokalfinale mitfiebern zu können, war die „Nacht der weißen Socken“ zum „Abend der weißen Socken“ vorgezogen worden.

Viele Mitwirkende hatten dafür die schwarz-weißen Dresses gegen schwarz-gelbe getauscht. Ihr Favoriten-Team schoss sich allerdings am Sieg vorbei. Dafür haben die „White Sox“ auf ganzer Linie gesiegt.

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