Mo., 27.03.2017

Majestäten im Einsatz Kaiserpaar pflanzt gleich zwei Bäume

Das Bürgerschützen-Kaiserpaar  Norbert und Marita Rüschenschmidt, das Königspaar Martin und Gabi Hensmann (Berg und Tal, Kolping), sowie das Königspaar der Osterbauer Werner und Angelika Heubrock (v.l.n.r.) griffen am Samstag zu den Schaufeln und pflanzten an der Königsallee weitere Königsbäume. Das Kaiserpaar wurde auch am Schützenplatz aktiv (links).

Das Bürgerschützen-Kaiserpaar  Norbert und Marita Rüschenschmidt, das Königspaar Martin und Gabi Hensmann (Berg und Tal, Kolping), sowie das Königspaar der Osterbauer Werner und Angelika Heubrock (v.l.n.r.) griffen am Samstag zu den Schaufeln und pflanzten an der Königsallee weitere Königsbäume. Das Kaiserpaar wurde auch am Schützenplatz aktiv (links). Foto: tani

ASCHEBERG - 

Eine Blutbuche und zwei Eichen wurden am Samstag an der Königsallee gepflanzt.

Von Tina Nitsche

„Ich pflanze eine Blutbuche“, sagt Werner Heubrock, seines Zeichens amtierende Majestät und zweiter Brudermeister der Schützenbruderschaft St. Lambertus Osterbauer. Warum das so ist? Na, ganz einfach: „Weil die Königin das so wollte!“ Und die wiederum findet „die Blutbuche einfach schön“, verrät Angelika Heubrock lachend. Das Königspaar Hensmann, das derzeit die Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal und die Kolpingsfamilie regiert, hingegen setzt auf die Eiche. „Das ist ein Münsterländer Baum und der steht für Standfestigkeit“, verraten Gabi und Martin Hensmann. Und auch das amtierende Kaiserpaar der Bürgerschützen Ascheberg hat sich für eben diesen Baum entschieden. „Eine Stieleiche“, verbessert sich Kaiser Norbert Rüschenschmidt lachend. „Ein Baum, wo sich jeder dran reiben kann!“ Damit ist die Königsallee seit Samstag um drei Bäume reicher. Gepflanzt wurde mit reichlich Publikum. Kein Weg war den Gästen zu weit, um den Auftakt des Schützenjahres mitzuerleben. Die einen kamen zu Fuß, viele mit der Leeze. Manche engagierten kurzerhand einen Chauffeur und ließen sich mit dem Unimog von Andreas Trautmann vorfahren. Bürgerschützenpräsident Andreas Reckel begrüßte die Schützen, die bei dem schönen Wetter den Weg zur Königsallee gefunden hatten. Vielleicht hat es daran gelegen, dass Bäume irgendwie etwas Magisches haben. „Verliebte ritzen gerne ihre Namen in die Baumrinde, an anderen Bäumen hingegen ist schon so manchesUrteil gefällt worden“, zielte Reckel da auf die Dorflinden ab. Doch was viel wichtiger ist: Mit den gepflanzten Bäumen hinterlassen die Majestäten ein Erbe für die nächsten Generationen. „Es ist ein schöner Brauch, den der Heimatverein damals ins Leben gerufen hat“, lobte Reckel und betonte, dass die Schützen diese Tradition nur allzu gerne seit einigen Jahren fortführen. „Pflanze einen Baum und kannst du auch nicht ahnen, wer einst in seinem Schatten tanzt....“, eröffnete der Präsident mit einem Gedicht von Max Bewer offiziell die Aktion. Nachdem die Kanoniere dann den Startschuss gaben, griffen die Majestäten zu den Schaufeln. Die beiden Könige, die gleichzeitig auch stellvertretende Brudermeister sind und Kaiser Nobbi. Der, übrigens irgendwie auch ein Serie zu schieben scheint, wie Andreas Reckel ausmachte. „Nach dem Kaisertitel, jetzt auch Kegel-Dorfmeister, wenn das so weitergeht, dann ist unser Nobbi im nächsten Jahr Bürgermeister!“ Und wie war das dann gleich noch mit der Linde? An der ist am Samstag kein Urteil gefällt worden. Allerdings gibt es sie jetzt im Dorf. Denn nach der Königsallee sind Kaiser Norbert und Kaiserin Marita zu einer weiteren Mission gestartet. Eine, mit Seltenheitswert. Schließlich gibt es nicht alle Tage einen Kaiser. Das es 2016 einen gegeben hat, das dokumentiert nun die Kaiserlinde, die die Rüschenschmidts als Zeichen ihrer Regentschaft an der Vogelwiese Schlingermanns Weide zusätzlich gepflanzt haben.

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