Sa., 20.05.2017

Kaiserzeit läuft ab Rückblick auf Bürgerschützen-Thronzeit: Das zweite Mal steigert den Genuss

Bilder eines Kaiserjahres:  Norbert und Marita Rüschenschmidt erlebten ein fröhliches Jahr. Der Hofstaat übernahm dabei eine mittragende Rolle.

Bilder eines Kaiserjahres:  Norbert und Marita Rüschenschmidt erlebten ein fröhliches Jahr. Der Hofstaat übernahm dabei eine mittragende Rolle. Foto: hbm

Ascheberg - 

„Ich war viel entspannter“, blickt Marita Rüschenschmidt auf ihre zweite Bürgerschützen-Thronzeit zurück. Urheber Norbert sieht das ähnlich.

Von Theo Heitbaum

König oder Kaiser – in der Gefühlswelt von Norbert und Marita Rüschenschmidt hat die Kaiserzeit das Königsjahr übertroffen. „Ich war viel entspannter“, blickt Marita auf ihre zweite Bürgerschützen-Thronzeit, die Christi Himmelfahrt endet, zurück. „Nobby“ bleibt auch nach dem zweiten Majestätenjahr euphorisch: „Das sollte sich jeder Schütze einmal gönnen. In dem top geführten Verein macht das übers ganze Jahr viel, viel Spaß.“

Es sind ganz unterschiedliche Momente, die beim Kaiserpaar hängen geblieben sind. „Ich spiele ja im Kolpingspielmannszug Lyra. Wir haben intensiv über Wochen für den Großen Zapfenstreich mit der Serenade geübt. Ich weiß, dass alle sehr aufgeregt sind, wenn sie da stehen. Es als Kaiserin von der anderen Seite zu erleben, geht unter die Haut. Da war ich nah am Wasser gebaut“, berichtet Marita.

Norbert wählt eine kleine Geste aus: „Beim Frühschoppen wird am Tisch meistens Geld gesammelt, um die Runden zu bezahlen. Die Schießmeister hatten 35 Euro übrig. Franz-Josef Grobecker hat sie mir gegeben, weil er mein Engagement für die Senegalhilfe kennt. Mit dem Geld haben wir im März 2017 einer Familie im Senegal einen Sack Reis gebracht und dafür gesorgt, dass sie sich einen Monat keine Sorgen übers Essen machen muss.“

Fotostrecke: Ein Kaiser regiert Ascheberg

Bisher ist ein Kaiserpaar bei der Bürgerschützen genauso selten, wie eine Kirchturmrenovierung. Weil Architekt Bernhard Kröger im Hofstaat ist, haben die Rüschenschmidts beim Besichtigen der Baustelle einen Blick von oben auf das Dorf geworfen – Norbert freudestrahlend mit der Königskette, Marita höhenbedingt mit eher weichen Knien.

Das Festprogramm

Donnerstag, 25. Mai

12.30 Uhr: Antreten an der Kirche, Abholen des Kaisers, Kranzniederlegung an der Kapelle Altefeldstraße, Marsch zum Festzelt mit Parade auf der Sandstraße, Ehrungen der Jubilare im Zelt.

15 Uhr: Ausmarsch zur Parole und Fahnenschlag, Vogelschießen, Proklamation des neuen Königs, Schützenball mit „Music Factory“

Freitag, 26. Mai

15 Uhr: Antreten zum Kinderschützenfest am Katharinenplatz, Kinderkönigsschießen der Sieben- bis Zwölfjährigen, Schlingermanns Weide

18 Uhr: Königsschießen der Avantgarde

20 Uhr: Zeltdisco mit „Music Factory“

Samstag, 27. Mai

17.30 Uhr: Festhochamt in der Pfarrkirche

18.30 Uhr: „Großer Zapfenstreich“, Kirchplatz

19.30 Uhr Königsball mit „Relax“

Sonntag, 28. Mai

11.15 Uhr Antreten vor der Kirche

11.30 Uhr Platzkonzert

12 Uhr Frühschoppen im Festzelt mit Ehrungen ehemaliger Könige.

Das Erleben der Königszeit 2002 machte das Kaiserjahr zu einem noch größeren Genuss. Denn es gab keine Fragezeichen mehr. „In dem Verein ist alles sehr professionell organisiert. Es wird an viele, viele Details gedacht. Da wird nicht eben so mal gefeiert, das ist perfekt geplant“, lobt Norbert den Vorstand. Er selbst hat sich die Zeit genommen, alle Abteilungen der Bürgerschützen zu besuchen: „Es hat Spaß gemacht, den Verein in seiner Gänze zu sehen und überall auf eine positive Stimmung zu treffen.“ Die hat das Kaiserpaar durchs Jahr selbst verbreitet. „Hofstaat und Wache haben uns super unterstützt, waren immer da. Der Spielmannzug hat sich toll engagiert“, verweisen die Rüschenschmidt auf eine mittragende Basis des Spaß-Kaiserjahres.

Weil nach dem Königsschuss geflachst worden war, dass es nicht Norberts letztes Mal war, hatte Schwager Markus Klaverkamp im Spaß für eine dritte Regentenzeit als Imperator versprochen, Elefanten für einen Ritt durchs Dorf zu organisieren. Dieses Erlebnis wird nun natürlich greifbarer. Aber Marita sagt: „Jetzt ist es erst mal genug.“

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