Mi., 31.05.2017

Profilschule Ascheberg Jugendliche fordern sich heraus

Michelle Bergerbusch  (unten), Pauline Schöler (l.) und Lea Heinermann (r.) stellen sich gemeinsam mit Greta Mersmann, Vanessa Schmidt und Alina Schwuntek (nicht im Bild) der Herausforderung Tatort!

Michelle Bergerbusch  (unten), Pauline Schöler (l.) und Lea Heinermann (r.) stellen sich gemeinsam mit Greta Mersmann, Vanessa Schmidt und Alina Schwuntek (nicht im Bild) der Herausforderung Tatort! Foto: tani

ASCHEBERG - 

Herausforderungen anzunehmen, ist das Eine, sie dann aber umzusetzen, um sein Ziel zu erreichen, das ist eine ganz andere Nummer. Hier ist eine Herausforderung an der Profilschule Ascheberg.

Von Tina Nitsche

Herausforderungen anzunehmen, ist das Eine, sie dann aber umzusetzen, um sein Ziel zu erreichen, das ist eine ganz andere Nummer. Da bedarf es Einfallsreichtum, Kreativität, Selbstständigkeit, Flexibilität und in diesem ganz speziellen Fall auch Spürsinn. Denn wenn Ascheberg zu einem Tatort mutieren soll, „dann muss alles bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sein“, sagt Greta Mersmann grinsend. Sie besucht die achte Klasse der Profilschule. Genau wie alle ihrer Mitschüler aus dem achten Jahrgang weiß sie, was mit dem Wörtchen Herausforderung gemeint ist. Denn schließlich stellt sich gerade der gesamte Jahrgang einer solchen, nur eben in ganz unterschiedlichen Missionen beziehungsweise Gruppen. Die Idee „Tatort“ geht auf das Konto von Greta. Gemeinsam mit Pauline Schöler, Lea Heinermann, Michelle Bergerbusch, Vanessa Schmidt und Alina Schwuntek nimmt sie diese ganz spezielle Herausforderung an. „Wir drehen einen Film“, verrät Lea und zückt die Kamera. Denn eine solche wird benötigt, um einen Film zu drehen. Die Grundvoraussetzungen für ihr Projekt hat das Sextett bereits erfolgreich gemeistert. Das Drehbuch ist fast fertig. Der Tatort ist in den Köpfen seiner Erfinderinnen bereits existent. Eine Herausforderung, die es gleich in mehrfacher Hinsicht in sich hat. Denn schließlich müssen die Kids für die Umsetzung ihres Projektes in ganz unterschiedliche Rollen schlüpfen. Sie sind Autoren, Schauspieler, Regisseure, Kameramann und Cutter. Und das bei einem Projekt, das eine ganze Emotionspalette in sich birgt. „Logisch, wenn es um einen Doppelmord geht“, verrät Michelle. Mehr wird an dieser Stelle jedoch inhaltlich noch nicht preisgegeben.

Noch mehr Herausforderungen

Alle Achtklässler der Profilschule stellen sich in unterschiedlichen Gruppen dem Herausforderungsprojekt. Neben der Gruppe Tatort gibt es beispielsweise auch die Gruppe „sportliche WG in Ascheberg“, „Kleidung nähen“, „Baumhaus“, „Freizeit ohne elektronische Geräte“ und vieles mehr. Jeweils montags sitzen die einzelnen Gruppen mit Lehrern für eine Dreiviertelstunde zusammen, um Absprachen zu treffen und Organisatorisches abzuklären.

Die Zutatenliste für die Umsetzung ihrer Idee ist lang. Denn das Drehbuch birgt allerhand Stoff. „Jetzt kommt eine Herausforderung nach der anderen“, sagt Greta. Denn Locations müssen gesucht werden, Rollen besetzt, Requisite angeschafft werden. „Und vor allem muss ja dann auch noch alles echt aussehen“, ergänzt Lea und meint dabei die Abteilung Maskenbildnerei. Da ist eine XXL-Portion Kreativität gefragt, um all das umzusetzen. „Denn nicht alles gibt es umsonst“, weiß Pauline. Also heißt es für die Gruppe Tatort auch die Ärmel hochkrempeln und etwas Geld verdienen, um ihr Projekt stemmen zu können. Ganz viele Mosaiksteine pflastern ihren Weg zum Ziel. „Eine echte Herausforderung!“ Die Mädels nehmen sie gut gelaunt an.

Ulrike Schlottbohm und Lehrerin Ute Gerst, die die Gruppe bei ihrem Herausforderungsprojekt begleiten, sind zurecht stolz. „Alleine das Drehbuch ist schon der Wahnsinn“, ist Ulrike Schlottbohm über die Eigenständigkeit „ihrer Mädels“ total begeistert. Doch dieses ist der Grundstein, nun gilt es nach und nach alle anderen Herausforderungen zu meistern. Neben dem Schulalltag! Und all das mit der Stechuhr im Nacken, „denn die Zeit läuft! Im Juli beginnt die eigentliche Projektphase“, macht Lea deutlich. Bis dahin haben die Mädels noch so einige Herausforderungen zu meistern, wenn sie ihr Ziel erreichen wollen.

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Alleine das Drehbuch ist schon der Wahnsinn.

Ulrike Schlottbohm über die Herausforderung „Tatort“.

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