So., 18.06.2017

Kiosk an der Bultenstraße überfallen Täter mit Totenkopfmaske

Der Kiosk an der Bultenstaße wurde von einem mit einer Totenkopfmaske verkleideten Gangster überfallen.

Der Kiosk an der Bultenstaße wurde von einem mit einer Totenkopfmaske verkleideten Gangster überfallen. Foto: Tina Nitsche

Ascheberg - 

Ein mit einer Totenkopfmaske verkleideter Ganove hat am Samstagmorgen den Kiosk an der Bultenstraße überfallen. Er nahm eine Kundin in den Würgegriff und verlangte Geld, floh dann aber unverrichteter Dinge ohne Beute.

Von Tina Nitsche

„Nein, es ist wirklich kein schönes Gefühl“, sagt Sabine Krause. Die Inhaberin des gleichnamigen Kioskes an der  Bultenstraße hat genug: Vor vier Wochen wurde in ihrem Geschäft eingebrochen, am Samstag nun, wurden sie und ihre Mitarbeiterin überfallen. Und das am helllichten Tag.

Kurz vor 11.30 Uhr kam ein mit einer weißen Gummi-Totenkopfmaske verkleideter Mann in den Kiosk, packte sich eine Kundin, die gerade Lotto spielen wollte und nahm diese in den Würgegriff. „,Ich will euch nichts tun, ich will nur euer Geld‘ – das waren seine Worte“, berichtet Sabine Krause im WN-Gespräch. Der Geistesgegenwart ihrer Mitarbeiterin sei es zu verdanken, dass der Mann unverrichteter Dinge abzog. „Sie sagte aus Reflex: ,Deine Stimme kenne ich doch‘“, berichtet Krause, warum der Mann flüchtete.

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Sie sagte aus Reflex: ,Deine Stimme kenne ich doch‘

Sabine Krause, Inhaberin des Kioskes

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Was bleibt ist der Schock. Sowohl bei der Chefin, als auch bei ihrer Angestellten und der Kundin. Diese war gewürgt worden. „Mit bloßen Händen, Waffen hatte der Mann nicht dabei“, so die Kiosk-Inhaberin weiter.

Sie selbst war erst kurz zuvor wieder ins Geschäft gekommen und gerade in einem der hinteren Räume. Dort hörte sie laute Stimmen. „Als ich dann nach vorne kam, wusste ich, dass die Situation ernst ist.“ Denn der maskierte Mann, der mit einem dunklen Sweatshirt und Tarnhose bekleideter war und dessen Hände von eng anliegenden weißen Handschuhen verborgen waren, forderte von ihrer Angestellten Geld, während er die Kundin im Würgegriff hielt. Der Täter sprach akzentfreies Deutsch.

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Da ist dann wirklich irgendwann die Luft raus, denn Sicherheit stelle ich mir anders vor

Sabine Krause, Inhaberin des gleichnamigen Kioskes an der  Bultenstraße

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Nachdem er weg war, alarmierte Krause umgehend die Polizei, die nun die Ermittlungen aufgenommen hat. Für Sabine Krause, ihren Mann Christian und ihre Angestellte ein schwacher Trost: „Es ist zwar glimpflich abgelaufen, der Schock jedoch bleibt“, sagt sie. Und auch das mulmige Gefühl, das sich bereits seit dem Einbruch vor vier Wochen breit gemacht hat, ist nun Dauergast. „Da ist dann wirklich irgendwann die Luft raus, denn Sicherheit stelle ich mir anders vor“, räumt die Geschäftsfrau ein.

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