Mo., 19.06.2017

Polizei sucht Tierquäler Pferd wird nach nächtlicher Stich-Attacke erlöst

An diesem Wanderweg, im Bereich des Schattens, wurde der 16-jährige Wallach schwer verletzt.

An diesem Wanderweg, im Bereich des Schattens, wurde der 16-jährige Wallach schwer verletzt. Foto: hbm

Davensberg - 

Der Stich mit einem langen und spitzen Gegenstand war für „Giysue“ zu viel. Der 16-jährige Wallach wurde nach einem nächtlichen Übergriff von seinen Schmerzen erlöst.

Von Theo Heitbaum

Die Besitzerin ist entsetzt, traurig und besorgt: Am Sonntagmorgen musste der 16-jähriger Wallach „Giysue“ von seinen Qualen erlöst werden. Sie waren ihm in der Nacht durch einen langen, spitzen Gegenstand vermutlich von einem Pferderipper zugefügt worden. Die blutigen Bilder waren am Sonntag via Facebook überall präsent. Ins Verarbeiten der grausamen Bilder mischt sich bei der Frau die Angst, „dass auch den anderen Pferden etwas passieren kann“.

Morgens um 8 Uhr sei sie auf das stark blutende Tier aufmerksam gemacht worden. „Es waren Sehnen und Muskeln durchtrennt. Er hatte viel Blut verloren. Wir wollte ihn in Richtung Stall führen, aber er ließ sich nicht mehr bewegen“, informiert die Besitzerin. Ihr Lebensgefährte, ein Pferdemetzger, habe das Tier dann von seinen Qualen erlöst.

Ein Unbekannter fügte dem Pferd die Stichverletzung zu.

Ein Unbekannter fügte dem Pferd die Stichverletzung zu. Foto: Heitbaum

Zuerst sei man dem Verdacht nachgegangen, es könne sich um einen Weideunfall gehandelt haben: „Wir sind mit vielen Leuten die Wiese abgegangen und haben nichts gefunden.“ Vielmehr habe sich nach dem Abwaschen bei dem toten Pferd gezeigt, dass die Verletzung von einem langen spitzen Gegenstand stamme. Sie reiche vom Vorderbein bis in den Brustbereich. Nach der Blutgerinnung gehe ihr Lebensgefährte davon aus, dass die Tat gegen vier Uhr erfolgt sein müsse.

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Ich habe Angst, dass den anderen Pferden etwas passiert.

Die Besitzerin

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Polizei ermittelt wegen Tierquälerei

Passiert ist der blutige Übergriff auf das Tier am Wanderweg entlang des Emmerbaches, von der Schenkwaldbrücke in Richtung Ottmarsbocholt. Die Pferdebesitzerin hat hier Flächen gepachtet. Der Wallach, so hat sie ihn kennengelernt, sei sehr zutraulich gewesen. Er sei viel von Kindern geritten worden: „Wenn es geraschelt hat, kam er angelaufen“, berichtet die Frau. Möglicherweise ist er dann auch auf den grausamen Tierquäler arglos zugelaufen.

Die Tat wurde am Montagmorgen bei der Polizei in Lüdinghausen angezeigt. Sie ermittelt nun wegen Tierquälerei. Die Besitzerin hat eine Belohnung ausgesetzt. Späte Gäste des nahen Schützenfestes könnten etwas gesehen haben. Hinweise nimmt die Polizei in Lüdinghausen entgegen (✆02591/79 3-0).

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