So., 16.07.2017

Kampf gegen den Eichen-Prozessionsspinner: Gefährliche Raupen: Gift reizt Haut und Augen

Gerrit Angelkorte zeigt Präparate des Eichen-Prozessionsspinners und dessen Raupenhüllen.

Gerrit Angelkorte zeigt Präparate des Eichen-Prozessionsspinners und dessen Raupenhüllen. Foto: iss

Herbern - 

Der Eichen-Prozessionsspinner hat sich auch in Herbern breitgemacht. Seine Raupen tragen giftige Härchen, die gefährliche Allergien auslösen können.

Von Isabel Schütte

Sie fressen Bäume kahl und können auch dem Menschen gefährlich werden: Die Eichen-Prozessionsspinner machen sich vermehrt im Münsterland breit. Mit Raupensaugern geht Schädlingsbekämpfer Gerrit Angelkort in Herbern gegen die „Spinner“ vor. Denn dort waren schon einige Bäume am Mühlenberg und an der Kita St. Benedikt von Raupen befallen. Mit Ganzkörper-Schutzanzug und Atemmaske wurden die Nester entfernt.

„Dieses Jahr ist es extrem. Seit nunmehr vier Wochen sind wir täglich mit zwei Teams unterwegs, um dem Eichen-Prozessionsspinner den Kampf anzusagen“, berichtet Angelkort. Befallene Bäume seien an Gespinsten, die dichter als jedes Spinnennetz sind, zu erkennen.

Von Mai bis Juli, trägt der „Spinner“ eine für den Menschen gefährliche Fracht mit sich herum: Seine Härchen enthalten ein Nesselgift, das Haut und Augen reizt, das Atmen erschwert und allergische Reaktionen hervorrufen kann. Ein dichter, weißer, giftiger Pelz. Brechen Haare ab oder häutet sich die Larve, weht dieses Gift in alle Winde.

„In den vergangenen Jahren mussten wir hin und wieder mal Nester entfernen, in diesem Jahr ist es schon extrem“, so Angelkort. Zunächst werden die Larven mit einem Leim angesprüht, um die Gifthärchen zu verkleben. Danach saugen die Schädlingsbekämpfer das Nest ab. „Man könnte die Nester auch abflämmen“, sagt Angekort, „aber dabei schädigt man die Bäume und pustet ein paar Härchen noch weiter weg.“

Seit gut einem Jahrzehnt sei der ungeliebte Falter auf dem Vormarsch. Mittlerweile habe er sich auch in unserer Region breit gemacht. „Das verwundert nicht und war abzusehen. Die Temperaturen im Frühjahr waren wieder günstig für das Tier“, weiß Angelkort.

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