Di., 18.07.2017

Betreuungsengpass in Herbern Dritte Kita entsteht aus Containern

Fachbereichsleiter: Hemut Sunderhaus

Fachbereichsleiter: Hemut Sunderhaus Foto: goe

Herbern - 

Die Gemeinde Ascheberg setzt auf eine Container-Lösung, um eine dritte Kita in Herbern zu errichten. Sie soll am Standort „Auf den Äckern“ entstehen und dort fünf Jahre lang die Betreuung von Kindern gewährleisten.

Von Dietrich Harhues

Die Eltern warten auf Antworten. Am 24. Juli sollen die Mütter und Väter sie bekommen. Denn am kommenden Montag steht ein Elternabend auf der Tagesordnung, an dem die Verwaltung ab 19 Uhr im Jochen-Klepper-Haus erklären will, wie das Kita-Problem in Herbern gelöst werden soll.

Einen Teil der Antwort liefern Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus und Bürgermeister Dr. Bert Risthaus bereits in dem Schreiben an die Eltern von Freitag (14. Juli), das den WN vorliegt. Demnach setzt die Verwaltung weiterhin auf eine Übergangslösung – nicht aber in Modulbauweise, sondern mit Containern.

Dies ist das Ergebnis der Ratssitzung, das in dem Brief an die Eltern so zusammengefasst wird: „Wir als Gemeindeverwaltung haben in der gestrigen Ratssitzung den Auftrag erhalten, für eine Laufzeit von zunächst 5 Jahren eine Containeranlage ,Auf den Äckern` zu errichten.“

Aus Containern entstehe eine Drei-Gruppen-Einrichtung, mit der der Bedarf an Betreuung erfüllt werde. Je nachdem, welcher Gruppentyp jeweils angeboten werde, könne die Containeranlage auch mehr Kindern Platz bieten.

Mit dieser Variante seien zwar leichte Abstriche gegenüber einem massiven Gebäude verbunden, diese fielen einem Laien oder den Kindern aber kaum oder gar nicht auf, erklärt Suderhaus. Gegenüber den WN stellt er als Vorzug der Containerlösung heraus, dass sich damit die Gemeinde und der Träger nicht auf einen bleibenden Standort festlegen. Denn auf Dauer soll die dritte Kita in Herbern im Bereich des bisherigen Schulzentrums angesiedelt werden. Nach 60 Monaten, so der bisherige Stand, können die gemieteten Container wieder zurückgegeben werden. Anders als zu den Peak-Zeiten bei der Unterbringung von Flüchtlingen vor etwa zwei Jahren – „damals lagen die Preise jenseits von Gut und Böse“ – lägen nunmehr finanziell „angemessene Angebote“ vor.

Während ab November dieses Jahres die Betreuung der 37 angemeldeten Kinder aus Herbern also gesichert zu sein scheint, arbeitet die Verwaltung noch an einem Konzept, um die Zeit von August bis zum Bezug der Container zu überbrücken. Hieb- und stichfest, ließ die Verwaltung durchblicken, seien die Planungen noch nicht.

Allerdings stünden am heutigen Dienstag weitere Gespräche an, die zu einer tragfähigen Zwischenlösung führen sollen.

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