Do., 14.09.2017

Pfarrer zieht erste Bilanz Bestnoten für das erste Jahr

Die Arbeit als Seelsorger und auf dem organisatorischen Feld macht Stefan Schürmeyer gleichermaßen Freude. In St. Lambertus stehe ihm dabei ein tolles Team zur Seite.

Die Arbeit als Seelsorger und auf dem organisatorischen Feld macht Stefan Schürmeyer gleichermaßen Freude. In St. Lambertus stehe ihm dabei ein tolles Team zur Seite. Foto: di

Ascheberg - 

Sein erstes Jahr in St. Lambertus würde Pfarrer Stefan Schürmeyer als Lehrer wohl mit einem „sehr gut“ bewerten. Der 40-jährige sieht sich von einem engagierten Team und Ehrenamtlichen begleitet, mit dem die Zusammenarbeit harmonisch verlaufe.

Von Dietrich Harhues

Was in langen bunten Streifen auf dem Besprechungstisch liegt, sind keine Rollen Geschenkpapier. Vielmehr handelt es sich um die Antworten auf eine Fragebogenaktion, die die Pfarrgemeinde St. Lambertus durchgeführt hat. Die Antworten, jeweils farblich für die Ortsteile (Teilgemeinden) unterschieden, können jedoch auch eine Art Geschenk bedeuten – denn sie bieten Ansatzpunkte, um das Leben in der Pfarrgemeinde noch vielfältiger und intensiver zu gestalten.

Die Befragung unter Schlüsselpersonen mit vielen Kontakten und einem großen Netzwerk war im Sommer durchgeführt worden, die Auswertung steht ab dem Herbst an – ein Projekt, das Pfarrer Stefan Schürmeyer in seinem zweiten Jahr in St. Lambertus „vor der Brust“ hat.

Dem Begriff „Marktanalyse“ für die Umfrageaktion widerspricht Schürmeyer, der einen Bachelor in BWL besitzt, nicht. Er möchte wissen, was wertgeschätzt wird, wo Stärken liegen und er möchte „die Baustellen identifizieren“. Dazu passt der Anspruch des neuen Pastoralplans, der 2018 auf der Agenda steht: näher an der Lebenswirklichkeit der Menschen zu sein.

In seinem Tätigkeitsfeld als Pfarrer kommen ihm die kaufmännischen und administrativ-organisatorischen Fähigkeiten aus seinem Studium zugute, räumt Schürmeyer ein. Das entscheidende Fundament, von dem er aus seiner Berufung folgen konnte, bestehe aber darin: „Die Menschen zu mögen.“

Der 40-jährige freut sich, dass in Ascheberg der Glaube noch verwurzelt und die Akzeptanz der kirchlichen Angebote relativ hoch ist. Dass dies andernorts immer mehr schwindet, bedauert der Spross eines Hofes aus dem Osnabrücker Land. Denn zumal in herausfordernden Zeiten wie heute, brauche die Gesellschaft Impulse aus dem Christentum, „das gerade in dem Schwachen den Nächsten sieht“. Während sich der Druck der Leistungsgesellschaft erhöhe, stifte der Glaube Halt, „der einen aufrichtet“.

Um eine intensive Seelsorge vor Ort zu ermöglichen, setzt der Pfarrer darauf, die Verwaltungsaufgaben zentral zu erledigen, um dem Priester vor Ort den Rücken frei zu halten. Auch die Gemeindeausschüsse seien gestärkt worden, der Blick über die einzelnen Kirchtürme bleibe aber dennoch, etwa im Pfarreirat, gewahrt.

Wäre der Leitende Pfarrer ein Lehrer, würde er als Resümee seines ersten Jahres in Ascheberg eine glatte Eins vergeben. „Ich bin sehr, sehr zufrieden. Es ist ein richtig schönes Arbeiten.“ Dies gelte für sein Team in Verwaltung wie Seelsorge, für die engagierten Ehrenamtlichen und ebenso für die Zusammenarbeit mit den (eigenen) Kitas, Schulen und der Kommune. Der Kontakt zu den Angehörigen der Gemeinde verlaufe über mehrere Ebene – dazu gehörten auch die acht Schützenfeste, auf denen Schürmeyer mit vielen Menschen zusammengekommen ist.

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