Do., 12.10.2017

Fröhliche Kinder Wenn Texte lebendig werden

Ein ganze Schule hängt an den Lippen von Oliver Steller, der gestern in der Turnhalle an der Herberner Straße die Mädchen und Jungen der Lambertusschule begeisterte.

Ein ganze Schule hängt an den Lippen von Oliver Steller, der gestern in der Turnhalle an der Herberner Straße die Mädchen und Jungen der Lambertusschule begeisterte. Foto: hbm

Ascheberg - 

Wenn Oliver Steller Texte zum Leben erweckt, sind Kinder begeistert. Das Gastspiel in der Lambertusschule Ascheberg machte keine Ausnahme – im Gegenteil . . .

Von Theo Heitbaum

Schafft ein Mann es, eine Klasse über eine Stunde mit Gedichten und Musik zu fesseln? Wer hier schon Zweifel anmeldet, der kennt Oliver Steller nicht. Mit seiner Gitarre, mit Gedichten, Geschichten und Zaubertricks unterhielt er gestern in der Turnhalle an der Herberner Straße die ganze Lambertusschule, inklusive der Davensberger Kinder.

Die Mädchen und Jungen hingen an den Lippen, lachten, klatschten, sangen mit und hatten einfach nur viel Spaß. Die Vertreter des Fördervereins, die den Besuch finanziert hatten, durften zufrieden auf das Geschehen schauen – oder eben mitmachen.

Einige Kinder kannten Steller noch vom letzten Mal, denn sie wussten, von wem er zum Start mit dem „Wir“ sprach. Der Plural steht für Steller und Gitarre oder auch für Steller und Frieda, denn so heißt das Instrument. In einer Zeit, in der kurze, knappe, manchmal grausig zu lesen-­      de Nachrichten via Whats App verschickt werden, ist der Besuch Stellers auch ein Loblied auf die Deutsche Sprache. Wenn es um Zungenbrecher geht, sind die Kinder schnell dabei. Sie formen skurrile Sätze oder erzählen etwas von Fischer Fritz . . . Steller setzt mit dem Kindergeburtstag  noch einen drauf und legt im Tempo zu.

Fotostrecke: Oliver Steller in Ascheberg

Bei dem Mann, der einsam vor der großen Kinderschar steht, lernen die Kleinen sogar schnell einfache Gedichte, wie die Verse vom Loch im Gehirn. Wenn alle die Zeilen gemeinsam aufsagen, wird es laut in der Halle, empfindsame Ohren werden zugehalten. Doch Steller nimmt das Tempo raus, es wird ruhiger, denn ein Zauberstück verzaubert die Masse. Da kippt Steller tatsächlich Milch in eine zusammengedrehte Zeitung. Dabei hat er ein Glas, dass er vorher dort versenkt hat, vor den Augen aller auch wieder herausgenommen. Das kann nur in ein nasses Desaster münden – wenn da nicht ein zweites Glas sich in die Zeitungsrolle verirrt hätte. Danach kommt Frieda zum Einsatz, dann werden Texte lebendig, nur langweilig wird es nicht. Der Vormittag hat sich gelohnt.

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