Do., 07.12.2017

Ascheberg trifft sich Holzkunstwerke unterstützen die Hospizarbeit

Stationen eines Holzvogels: Aus dem Rohling werden an der Drechselbank der Rumpf und Kopf erarbeitet. Der Rest des Rohlings wird abgesägt, dann beginnt die Dekoration, die in diesem Beispiel winterlich ausgefallen ist. Selbst kleine Krippen gehören zu den Holzarbeiten, die heute angeboten werden. Der bewegliche Ring ist ein besonderes Stück.

Stationen eines Holzvogels: Aus dem Rohling werden an der Drechselbank der Rumpf und Kopf erarbeitet. Der Rest des Rohlings wird abgesägt, dann beginnt die Dekoration, die in diesem Beispiel winterlich ausgefallen ist. Selbst kleine Krippen gehören zu den Holzarbeiten, die heute angeboten werden. Der bewegliche Ring ist ein besonderes Stück. Foto: hbm

Ascheberg - 

Wenn Ascheberg sich heute auf dem Katharinenplatz trifft, bietet die Hospizgruppe Holzarbeiten an. Norbert Schilling möchte als Spender nicht extra erwähnt werden, gewährte auch Drängen der WN aber eine Einblick in sein Hobby.

Von Theo Heitbaum

Er ist Holzwurm, Künstler, Rentner – und bescheiden. Norbert Schilling mag es nicht, wenn um seine filigranen Arbeiten ein großes Aufheben gemacht wird. Heute werden seine Werke für einen guten Zweck verkauft. Die Hospizgruppe Ascheberg bietet bei „Ascheberg trifft sich“ Holzarbeiten an, die in der Werkstatt an der Bispingheide entstanden sind.

Die Arbeit an der Drechselbank ist Schilling ans Herz gewachsen. Hier entstehen Vögel, Mäuse und Igel. Aber auch Kerzenständer, Schalen und andere Dekorationswerke. Das Holz, die Maschine und der Rentner sind eine Einheit. Hier fühlt der 80-Jährige sich wohl. Aber das reicht ihm auch. Er mag die Werkstatt nicht zum Schauraum werden lassen und winkt für Fotos verständlicherweise deshalb ab. Immerhin ist Schilling so kreativ, dass er eine verkaufsfördernde Idee hat: die Stationen eines Holzvogels. Los geht es mit einem Stück aus einem Ast. Vielleicht hat dort einmal ein Vogel drauf gesessen. Jetzt soll ein Holzvogel daraus werden. „Das habe ich einige hundert Mal gemacht“; berichtet der Rentner zu diesem Vorgang: Zuerst wird der Rumpf an der Drechselbank erstellt. Dann sägt Schilling den Rest des Rohlings ab, zwei kleine Bohrlöcher für Füße und Schnabel, ein passendes Teil, wo der Vogel platziert wird, und fertig ist das kleine Kunstwerk.

Zu den Lieblingsobjekten gehörten kleine und große Kreisel. Und: Norbert Schilling mag Mäuse. Sie vermehren sich in rasantem Tempo. Weil der gute Zweck beim weihnachtlichen „Ascheberg trifft sich“ schon einige Zeit klar ist, hat Schilling in seiner Freizeit auch zahlreiche Sterne ausgesägt. Ein buntes Angebot wird zum Katharinenplatz gefahren.

Wie eins Schilling mit seiner Drechselbank ist, zeigt ein Kerzenständer. Er ist konkav. In der Mitte, an der schmalsten Stelle, liegt ein Holzring um den Ständer. Wer es nicht weiß, rätselt lange, wie Schilling den Ring um den Ständer bekommen hat. Das Geheimnis ist die Drechselbank, an der Schrittchen für Schrittchen der Ring freigefräst worden ist.

Der kreative Holzwurm freut sich, caritative Anliegen unterstützen zu können und wird heute selbst schauen, wie es läuft.

Zum Thema

„Ascheberg trifft sich“ mit Wurstebrot und Glühwein, mit Würstchen und Bier startet heute um 17 Uhr auf dem Katharinenplatz und läuft bis 22 Uhr. Ab etwa 18 Uhr wird die Gruppe Marzipan für Musik sorgen. Organisator Lutz Walter hat angesichts des Wetters auch ein kleines beheiztes Zelt organisiert. Ausreichendes Licht ist ebenfalls geordert. Dazu gab es einen Extra-Test.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5339364?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F