Clemens Portmann hat Ralph-Giordano-Bibliothek eingerichtet:
Qualität aus Ascheberg überzeugt in Hamburg

Ascheberg -

In der KZ-Gedenkstätte Hamburg-Neuengamme hat der Ascheberger Clemens Portmann eine Bibliothek für den Nachlass des Schriftstellers und Journalisten Ralph Giordano eingerichtet.

Montag, 19.02.2018, 17:02 Uhr

In Anwesenheit des Kultursenators Carsten Brosda wurde die Ralph-Giordano-Bibliothek eröffnet, die Clemens Portmann (Foto rechts) eingerichtet hat.
In Anwesenheit des Kultursenators Carsten Brosda wurde die Ralph-Giordano-Bibliothek eröffnet, die Clemens Portmann (Foto rechts) eingerichtet hat. Foto: Portmann/Syffus

Bibliotheken einzurichten – das ist Clemens Portmanns Metier und für ihn eigentlich ein ganz alltägliches Geschäft. Denn seit rund 30 Jahren ist der Ascheberger in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz auf diesem Spezialgebiet erfolgreich unterwegs. Doch manchmal gibt es ganz besondere Momente im Berufsleben des 55-Jährigen. Einer ereignete sich am Wochenende in Hamburg. Dort wurde die von Portmann eingerichtete Ralph-Giordano-Bibliothek als Teil der Bibliothek der KZ-Gedenkstätte Neuengamme eröffnet. Über 3000 Bücher umfasst der Nachlass des 2014 verstorbenen Schriftstellers, Journalisten und Regisseurs. In seinen Arbeiten setzte sich Giordano mit dem Holocaust und seinen Nachwirkungen auseinander.

„Ich bin ein geschichtsinteressierter Mensch. Und auch deshalb habe ich diesen Auftrag gerne angenommen“, betont Portmann. Carola Kieras, Bibliothekarin der KZ-Gedenkstätte, sei auf ihn zugekommen und habe ihn aufmerksam gemacht auf die Ausschreibung, auf die er sich schließlich erfolgreich beworben habe.

In Kooperation mit der Herberner Möbelwerkstatt stellt der Ascheberger Beratung, Planung, Herstellung, Lieferung, Montage und Service für öffentliche Bibliotheken aus einer Hand zur Verfügung. „Wir bieten nicht die günstigsten Spezialmöbel an, dafür aber eine besonders hohe Wertigkeit und Flexibilität“, nennt Portmann die Vorzüge des von ihm entwickelten und in Herbern gefertigten Systems.

Der Ascheberger ist allerdings nicht allein auf die nach Hamburg gelieferte Qualitätsarbeit „made in Aschberg“ stolz, sondern auch darauf, dass er auf seine Weise einen Beitrag zur Mahnung gegen Rassismus und Nationalsozialismus leisten konnte: „Das ist gerade jetzt wichtig, in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder verstärkt hochkommt und die AfD Wahlerfolge feiert“, sagt der Ascheberg, der Ende des Jahres erneut in Hamburg im Einsatz ist. An der Uni richtet er eine Bibliothek mit dem Nachlass von Loki Schmidt, der Frau von Altkanzler Helmut Schmidt, ein.

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