Bürgersolarkraftwerk Herbern
Sonnenernte blieb unter Erwartungen

Ascheberg -

Nein, 2017 war kein gutes Jahr für die Sonnenernte. Deswegen bestätigten sich am Dienstagabend auch die geringen Erwartungen der Gesellschafter des Bürgersolarkraftwerks Herbern.

Mittwoch, 14.03.2018, 19:03 Uhr

Auf ein schwächeres Jahr der Sonnenernte blickten die Gesellschafter des Bürgersolarkraftwerks Herbern am Dienstag zurück.
Auf ein schwächeres Jahr der Sonnenernte blickten die Gesellschafter des Bürgersolarkraftwerks Herbern am Dienstag zurück. Foto: hbm

Nein, 2017 war kein gutes Jahr für die Sonnenernte. Deswegen bestätigten sich am Dienstagabend auch die geringen Erwartungen der Gesellschafter des Bürgersolarkraftwerks Herbern. Die Anlage auf dem Dach der Profilschule in Herbern blieb hinter den Erwartungen zurück, informierte Geschäftsführer Ralf Dohmen die Gesellschafter auf Frenkings Tenne. Trotzdem rechnet sich die Investition für die Anteilseigner besser als wenn sie ihr Geld zur Bank gebracht hätten.

Die Anlage in Herbern ist über 528 Anteile zu 393,75 Euro finanziert worden. Sie hat eine Nennleistung von 63 000 Kilowattstunden im Jahr. Kalkuliert wird – wie bei ähnlichen Projekten – mit einem Jahresertrag von 80 Prozent. Das wären 50 400 Kilowattstunden. Dazu hätte es aber besonders im Dezember mehr Sonne bedurft. Gerade einmal 375 Kilowattstunden wurden im letzten Monat des Jahres 2017 geerntet. Unter dem Strich speiste das Bürgersolarkraftwerk Herbern 46 391 Kilowattstunden ins Westnetz ein. Im Vergleich zum Bürgersolarkraftwerk Ascheberg ist die Lage der Module nicht so ertragreich. Auf der Lambertusschule ist quasi ein Musterdach für eine Photovoltaikanlage.

Die Anlage in Herbern lief reibungslos, so dass nur die erwarteten Kosten für Zählermiete, Versicherungen, Geschäftsführung und Datenkommunikation anfielen. Die Dachmiete an die Gemeinde Ascheberg beläuft sich auf 388,85 Euro.

Unter dem Strich stehen pro Anteil 33,68 Euro an Ertrag, was einer Verzinsung vor der steuerlichen Abschreibung von 8,56 Prozent ergibt.

Die Abrechnung war von Elke Schönberger und Martin Alder geprüft und für richtig befunden worden. Für Schönberger prüft im nächsten Jahr Theo Niesmann die Kasse. Dann werden zusätzliche Kosten von rund 300 Euro auf die Gesellschaft zukommen, denn das elektronische Übermitteln der vorbereiteten Steuerdaten an das Finanzamt wird ein Steuerberater übernehmen. Dohmen geht davon aus, dass die Kosten nach dem ersten Jahr sinken werden.

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