Herausforderungsprojekt an der Profilschule Ascheberg
Zelten und Arbeiten am Bauernhof

ASCHEBERG -

Sie fordern sich wieder heraus: Achtklässler der Profilschule Ascheberg nehmen unterschiedliche Hürden.

Freitag, 25.05.2018, 17:12 Uhr

Auf dem Bauernhof St. Georg haben Juel Gjulijaj, Yannick Ruppel und Maurice Wolf (v.l.n.r.) ihr Zelt aufgeschlagen. Dort verzichten die Profilschüler auf Strom und Komfort und krempeln statt dessen die Ärmel hoch. Lehrer Marcel Hake (l.)besuchte sie am Mittwoch.Die Profilschülerinnen Denise Böttcher, Lina Bohlenschmidt und Lina Frye arbeiten an ihrer Ausdauer, ernähren sich gesund und betreiben viel Sport. Nebenbei wartet in der WG der Haushalt.
Auf dem Bauernhof St. Georg haben Juel Gjulijaj, Yannick Ruppel und Maurice Wolf (v.l.n.r.) ihr Zelt aufgeschlagen. Dort verzichten die Profilschüler auf Strom und Komfort und krempeln statt dessen die Ärmel hoch. Lehrer Marcel Hake (l.)besuchte sie am Mittwoch.Die Profilschülerinnen Denise Böttcher, Lina Bohlenschmidt und Lina Frye arbeiten an ihrer Ausdauer, ernähren sich gesund und betreiben viel Sport. Nebenbei wartet in der WG der Haushalt. Foto: tani

Gurken, Tomaten, Möhren - auf dem Tisch der Ferienwohnung tummeln sich lauter gesunde Sachen! Und die sind ein Bestandteil des Herausforderungsprojektes, dem sich derzeit Denise Böttcher, Lina Frye und Lina Bohlenschmidt stellen. Sport und gesunde Ernährung! Ok, sportlich sind die drei Achtklässlerinnen schon. „Die eigentliche Herausforderung dabei ist eher die Ausdauer“, gibt Lina Frye grinsend zu. Und irgendwie natürlich auch die Disziplin. Die allerdings kommt bei den Mädels gerade auf mehreren Ebenen zum Tragen. Obst und Gemüse, „statt Süßigkeiten“, sagt Denise und angelt nach einer Erdbeere. „Ist auch süß“.

Die Mädels sind ihre sportlich, gesunde WG, die sie im Rahmen des Herausforderungsprojektes an der Profilschule Ascheberg derzeit in einer Ascheberger Ferienwohnung abhalten, planvoll angegangen. Herausforderungen haben sie dabei schon im Vorfeld jede Menge gemeistert. „Denn um die Wohnung haben wir uns selber gekümmert“, verrät Lina Frye. Und auch die alltäglichen Dinge wie Haushalt und Co. müssen die Mädchen nun selber wuppen. Auf die Vorzüge von Hotel Mama müssen sie verzichten. „Das ist schon was anderes“, verrät Denise und Lina Bohlenschmidt fügt lachend hinzu: „Vor allem mit Muskelkater!“ Und den haben sie sich dank sportlicher Einheiten, unter anderem im Fitnessstudio aber auch auf der Matte in der Ferienwohnung, schon zugezogen. Ob sie sich schon fitter fühlen? „Nö, eher kaputter“, verrät Lina Frye lachend. Logisch, schließlich müssen sich die Drei komplett selbst organisieren und dabei auch noch ohne Nervennahrung auskommen. Denn gesunde Ernährung ist ja auch noch Gegenstand der Herausforderung. Hierfür haben sie sich mit Gabi Heineke eine Fachfrau ins Boot geholt. „Die hat uns alles gut erklärt und sogar einen Menüplan mit uns erstellt“, sagt Lina Frye.

  Foto: tani

Lehrer Marcel Hake, der die Mädchen am Mittwoch besucht hat, ist begeistert. Gesunde Ernährung ist momentan auch genau sein Thema: „Ich habe mir selbst auch eine kleine Herausforderung gestellt und mir eine vegane Woche auferlegt“, erklärt er. Und schon jetzt freut er sich, wenn er sich am Freitag endlich eine Tasse Kaffee mit „stinknormaler“ Milch genehmigen kann.

Auf ganz andere Dinge hingegen verzichten derzeit Juel Gjulijaj, Maurice Wolf und Yannick Ruppel. Statt jeglicher Art von Komfort, krempeln sie die Ärmel hoch auf dem Bauernhof St. Georg. Mit Besen, Schaufel und Schubkarre bewaffnet, sind sie dort am Mittwochnachmittag anzutreffen. Zupacken und körperlich Arbeiten ist dabei nicht wirklich eine Herausforderung für die Jungen. „Nein, helfen tun wir zu Hause auch“, sagt Maurice. Auf dem Bauernhof St. Georg arbeiten sie jedoch mit behinderten Menschen zusammen und das eröffnet ihnen ganz andere Blickwinkel. Außerdem verzichten die Drei auf jeglichen Komfort. Von wegen geräumiges Bett, Fernseher, Smartphone und Co.. Ihr Schlafplatz ist eher bescheiden. „Da“, weist Juel auf ein graues Zelt, das sie für eine Woche auf der Wiese aufgeschlagen haben. Kein Licht, keinen Luxus, „wir kommen für eine Woche ohne Strom aus“, erklärt Yannick. Taschenlampen sorgen für Licht. Abends quatschen die Jungen. „Wir können uns gut unterhalten“, vermissen Yannick und Maurice ihre Handys nicht. Allenfalls Juel fällt das ein wenig schwerer. „Man möchte ja schon mal wissen, was die Freunde so machen.“ Auch sonst heißt es „selbst ist der Mann“, denn auch um ihr Frühstück und das Abendessen müssen sie sich selber kümmern. „Lediglich mittags essen wir auf dem Bauernhof“, so Yannick. Die eigentliche Herausforderung auf dem Hof St. Georg ist eine ganz andere: „Die Pollen“, erklären Yannick und Maurice lachend.

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