Ehrung für 75-Jährigen durch Firma und Familie Klaas
Rudi Tönies ist 60 Jahre im Berufsleben

Ascheberg -

Als er bei der Westfalia in Lünen seine Lehre als Schmelzschweißer begann, waren die meisten Mitarbeiter von Kranbauer Klaas noch gar nicht geboren.

Samstag, 14.07.2018, 09:00 Uhr

Glückwunsch zum doppelten Jubiläum am Ende der Betriebsversammlung (v.l.): Tobias und Daniela Klaas, Georg Küter, Ulrike und Rudi Tönies, Maria, Ludger und Sebastian Klaas.
Glückwunsch zum doppelten Jubiläum am Ende der Betriebsversammlung (v.l.): Tobias und Daniela Klaas, Georg Küter, Ulrike und Rudi Tönies, Maria, Ludger und Sebastian Klaas. Foto: hbm

Als er bei der Westfalia in Lünen seine Lehre als Schmelzschweißer begann, waren die meisten Mitarbeiter von Kranbauer Klaas noch gar nicht geboren. Rudi Tönies hat sie am 1. April 1958 angetreten, vor 60 Jahren also. Zur Firma Klaas ist der Ascheberger am 1. Oktober 1991 gekommen. Er war einer von 20 Mitarbeitern und Krane wurden noch nicht gebaut. Weil Tönies nicht nur 60 Jahre im Berufsleben aktiv ist, sondern vor einer Woche auch den 75. Geburtstag gefeiert hat, würdigte die Familie Klaas gestern bei der Betriebsversammlung die außergewöhnliche Biografie des Mitarbeiters, der selbst stark zum familiären Firmenklima beiträgt.

Nach der Lehre arbeitete Tönies zuerst als Geselle bei der Westfalia, um dann bei Bentlage im Ascheberger Westen als Schweißfachmann weiterzuarbeiten. Die erste Aufgabe bei Klaas war es, Schrägaufzüge zu testen. Im Anschluss wurde Tönies Betriebsleiter des Kranbaus. „Du hast maßgeblich dazu beigetragen, dass sich unser heutiges Kernprodukt, der Kran, so gut entwickelt hat“, würdigte Daniela Klaas das Wirken des Jubilars. 1994 wurde Tönies dann quasi nebenberuflich zum Baumeister des Unternehmens. Die Kranbauhalle auf der Nordseite der Raiffeisenstraße entstand. Mit neuen Mitarbeitern, neuen Technologien und Produkten kamen weitere Hallen hinzu. So gab es vor zehn Jahren auch keinen Grund der Firma für den Ruhestand komplett den Rücken zu kehren. Tönies managte weiter den Bau von elf Hallen. zwei Zwischendächern, drei Unterstellhallen, einem Prüfturm und zwei Hochregallagern. Gefragt war sein Know how auch bei den Niederlassungen in Tübingen, Gera, Kirchheimbolanden und Bad Nenndorf. Aktuell betreut Tönies den Bau der Servicehalle im Gewerbegebiet Nord.

Daniela Klaas würdigte nicht nur die sichtbaren Bauergebnisse, sondern auch die menschliche Seite: „Zu einem familiären Betriebsklima gehören Menschen wie du, die einen über Jahre hinweg begleiten und auf die man sich verlassen kann.“ Auch wenn Tönies „nur“ mit einer dreiviertel Stelle bei Klaas beschäftigt sei, engagiere er sich immer mit vollem Herzblut: „Und das können wir dir gar nicht hoch genug anrechnen.“ Der Wunsch der Familie mit einem Augenzwinkern ist, dass Tönies sein halbes Berufsleben bei Klaas voll macht. Das wären dann noch sechs Jahre.

Und was sagt der Jubilar selbst? In seiner ihm eigenen Bescheidenheit gibt es nur die Bitte an den Berichterstatter: „Mach‘s nicht so groß!“

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