Ascheberg

Fr., 13.08.2010

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Ein italienisches Lächeln

Ascheberg im Italienfieber: Die Hauptadern der gestrigen Nacht präsentierten sich in grün-weiß-rot, bei Niemann gab es die passenden Brillen dazu. Foto: (hbm)
Von Theo Heitbaum

Ascheberg - Der Duft von Rosmarin aus der Kartoffelpfanne vermischt sich mit dem Oregano der Pizza, während die Kinder im Sand Burgen bauen, genießen die Eltern an der Strandbar einen Cocktail. Urlaubsstimmung pur an einem lauen Sommerabend in Ascheberg. Oder doch irgendwo am Gardasee. Es riecht nach Italien, es schmeckt nach Italien und die Landesfarben bestimmen das Bild. Doch es ist nicht Italien. Einmal im Jahr holt die Ascheberger Kaufmannschaft „Dolce Vita“ ins Dorf.

Völlig entspannt durch das Dorf schlendern, Pasta und einen Rotwein genießen - in diesem Jahr hatte das Geschehen einen andere Qualität. Denn die Kaufmannschaft und ihre Mitstreiter kamen den Menschen entgegen. „Wir konnten raus aus der Ecke, rauf auf die Straße“, freute sich Klaus Vogelsang an der Bambus-Bar seiner Tochter vor dem Drei-Geschäfte-Haus. Kein Auto störte die Menschen, die über die Sand-, Himmel- und Appelhofstraße schlenderten. Erstmals waren die Hauptschauplätze gesperrt - und das wirkte zusätzlich entspannend.

Vor fünf Jahren haben die Kaufleute zum ersten Mal zu einer italienischen Nacht eingeladen. Seither geht es ständig bergauf. Die Besucherzahlen steigen, das Angebot wird breiter, die Palette vor den Türen der Geschäfte bunter. Wer seine Tür trotzdem zu lässt, verpasst die Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen. Punkten können die Geschäftsleute nicht nur bei den Aschebergern. Es gibt zahlreiche Gruppe aus Davensberg und Herbern, die durch das Dorf schlendern. „So viele auswärtige Besucher hatten wir noch nicht“, schätzte ein Kaufmann.

Das Konzept stimmt, der Kurs auch, vielleicht fehlte gestern ein wenig Musik auf den Straßen. Erstmals war der Partnerschaftsverein Ascheberg vertreten, der den entspannten Menschen Buggiano näher brachte - in Wort und Bild.

„Das sieht gut aus. Ich war zwar noch nicht überall, aber alles, was ich gesehen habe, ist positiv“, zog Alfons Grove, Vorsitzender von Pro Ascheberg eine Zwischenbilanz. Mehr los war auch an der Biete, die fußläufig ein wenig neben dem Hauptgeschehen liegt. Doch der neue Schnäppchenmarkt lockte mehr Besucher als in den Vorjahren an. Wer in diese Richtung ging schätzte wie schon im Vorjahr den Besuch des Ricordo aus Lüdinghausen bei Schuh Neuhaus. An einer Stelle wird die italienische Nacht im nächsten Jahr ein wenig verlieren. Geschenkartikel Kleykamp nutzte den Abend und die Nacht, um die Restbestände anzubieten. Beim italienischen Flohmarkt wurden Artikel zur kleinen Preisen angeboten. Das wird im nächsten Jahr fehlen.


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