Dülmen

Mi., 28.12.2011

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Wirtschaft blickt in die Zukunft 

Rolf Braun

Dülmen. Das bevorstehende Jahresende nimmt die DZ zum Anlass, nach den Zukunftswünschen der Dülmener Wirtschaft zu fragen.

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Für Dr. Hugo Schulze Hobbeling von der Viktor Kaufmannschaft steht für 2012 der Wunsch im Vordergrund, dass die Diskussion um den Euro endlich ein Ende findet. „Dieses Thema hat die Kunden verunsichert und dem Handel geschadet.“ Bei der Umsetzung des Achsen-Konzepts wünscht er sich, dass ein gleichwertiges Verkaufs- und Parkflächen-Angebot an den Polen Kik und Overbergplatz entsteht. „Das bedeutet für die Münsterstraße nicht nur Parkplätze, sondern eben auch attraktive Verkaufsflächen.“ Sorge bereite den Händlern nach wie vor die beabsichtigte Verkaufsflächen-Erweiterung. „Diese liegt für den Overbergplatz derzeit noch beim Mehrfachen dessen, was Experten als unschädlich ansehen“, betont Schulze Hobbeling.  Damit Dülmen zur gern besuchten Einkaufsstadt wird, müssten die Ringstraßen noch weiter entlastet werden. „Die Coesfelder Straße hat hier einen großen Sprung getan. Für die Münsterstraße ist allerdings der Bau der Südumgehung dringend erforderlich.“

Im Jahr 2015 könnte es aus Schulze Hobbelings Sicht in Dülmens Zentrum so aussehen: „Die Kunden bummeln entspannt zwischen den Einkaufs-Magneten an der Münsterstraße und auf dem Overbergplatz, besuchen die einladenden Cafés und Restaurants und beleben so die gesamte Innenstadt.“

In Buldern wird ein Wunsch im nächsten Jahr ganz bestimmt nicht in Erfüllung gehen: „Der Gewerbetag, mit dem sich unsere Unternehmen der Öffentlichkeit präsentieren wollten, ist leider erst einmal gestorben“, bedauert Ortsvorsteher Hans Twiehoff. Einige große Unternehmen hätten sich kurzfristig aus dem Projekt verabschiedet. Bulderns Gewerbegrundstücke würden sehr gut angenommen. So gut, dass vielen Unternehmern inzwischen der Platz zum Wachsen fehle: „Ein Bulderner Betrieb hatte seine Fühler schon in die Nachbarstädte ausgestreckt. Aber zum Glück konnte er eine Bestandsfläche übernehmen, so dass er nun in Buldern bleibt.“ Damit aber möglichst auch neue Unternehmen den Weg nach Buldern finden, wünscht sich Twiehoff, dass rasch weitere Gewerbeflächen angeboten werden können. „Entlang der L551 lässt die Bezirksregierung das ja nicht zu. Deshalb setzen wir unsere ganze Hoffnung nun auf die Umgehungsstraße Richtung Senden.“ Bei der Wohnbebauung werde es ebenfalls knapp. „Wir würden auch hier gerne mehr Grundstücke anbieten können.“

 Rolf Braun von der Interessengemeinschaft Dernekämper Unternehmen würde sich eine einladendere Stadt wünschen: „Es kann doch nicht sein, dass wir uns externe Besucher wünschen, sie aber dann gleich mit Strafmandaten für falsches Parken wieder verschrecken.“ Aus Sicht der Unternehmer sei eine lebenswerte Stadt, die ihre Vorzüge herausstellt, sehr wichtig: „Um Spitzenkräfte, wie etwa Ingenieure in Dülmen halten zu können, ist auch das Umfeld von erheblicher Bedeutung.“ So könne durch die Lage am Tiber Dülmen als Zukunftsvision zum „kleinen Venedig des Münsterlandes“ ausgebaut werden. Zum Thema Breitbandanschluss wünschten sich die Unternehmen mehr Transparenz: „Wir brauchen die Datenautobahn, klar. Aber ein Unternehmer muss auch die Kosten, die auf ihn zukommen, genau kalkulieren können.“


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