Dülmen
Mo., 01.02.2010
Europatag am RvW: Jugendliche helfen spielend
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Dülmen. Als Börsenmakler gescheitert bezieht der alleinstehende Mann jetzt Hartz VI. 359 Euro bleiben ihn im Monat zum Leben. Damit käme man noch über die Runden, berichtet Bruno Wilke. Viel schwieriger sei es bei einem anderen Charakter, einer alleinerziehenden Mutter. Extra für den Europatag am Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs hat der Informatik-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 13 das aufwendige Computerspieles „Hartz 4.0 - Sackgasse mit Wendemöglichkeit?“ geschrieben.
Mit dem Thema „Europäisches Jahr der Bekämpfung von Ausgrenzung und Armut“ hatten sich die Schüler des Berufskollegs auf ganz unterschiedliche Weise befasst. Vom Sponsorenlauf über eine Rallye bis hin zu einer großen Verlosung reichten die Angebote, das Leben in den Pariser Vorstädten wurde ebenso vorgestellt, wie ein Praktikum im europäischen Ausland oder Integration in Dülmen und Selm. Eine Jury bewertete alle Projekte. Den ersten Platz belegte die Theatergruppe der Jahrgangsstufen 12 und 13. Sie zeigte zum Abschluss der Veranstaltung ihr Stück „Der schwarze Freitag“. Darin erzählten sie die Geschichte des Börsenchefs Richard ab dem Börsencrash 1929. Auf dem zweiten Platz folgte das Computerspiel „Hartz 4.0“. Den dritten Rang teilten sich die Projekte „Armut hat ein Gesicht“ und „Wir sitzen alle in seinem Boot“.
„Spielend helfen“ stand beispielsweise bei den Klassen HG 96/97 auf dem Programm. Mit ihrem umfunktionierten Monopoly-Spiel unterstützten sie die Dülmener Tafel. Je nach dem, auf welches Feld man kam, halfen die Schüler etwa sofort beim Sortieren von Lebensmitteln für die Tafel - die Tafel-Vorsitzende Yvonne Redmann vorbeigebracht hatte -, oder arbeiten demnächst an einem Samstag im Tafelladen mit. „Die Idee dafür kam aus der Klasse heraus“, erläutert Schulleiter Rudolf Hege, der das Projekt betreute.
Gleich das ganze Treppenhaus hatten die Schüler der Klasse HH 86 in Beschlag genommen, um hier ihren Europäische Wohlfühler vorzustellen. „Wir wollten in mehreren Kategorien den Lebensstand vorstellen“, erläutert Sita Dornhegge. Welche Unterschiede es zwischen einem Jugendlichen in Deutschland und Griechenland gibt, zeigten die Schüler auf ihrer Skala.
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