Do., 12.06.2014

Gedenkfeier in der Gesamtschule Anne Frank wurde nur 15 Jahre

Nach der Gedenkfeierstunde im AFG-Forum ließen die Schüler Luftballons mit Glückwunschkarten für Anne Frank in Richtung Himmel aufsteigen. Zuvor wurde den Schülern das kurze Leben des jüdischen Mädchens eindrucksvoll dargestellt.

Nach der Gedenkfeierstunde im AFG-Forum ließen die Schüler Luftballons mit Glückwunschkarten für Anne Frank in Richtung Himmel aufsteigen. Zuvor wurde den Schülern das kurze Leben des jüdischen Mädchens eindrucksvoll dargestellt. Foto: Dieter Klein

Havixbeck - 

Gestern hätte Anne Frank ihren 85. Geburtstag feiern können – sie wurde aber nur 15 Jahre alt. Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck erinnerten an das jüdische Mädchen.

Von Dieter Klein

Gestern hätte Anne Frank ihren 85. Geburtstag feiern können – sie wurde aber nur 15 Jahre alt. Das Schicksal des in Frankfurt geborenen jüdischen Mädchens, das im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen umgebracht wurde, hatte durch ihr eigenes Tagebuch weltweit für Aufregung und Mitleid gesorgt. So gibt es allein in Deutschland über 100 Schulen, die den Namen „Anne Frank“ führen. So wie die „Anne-Frank-Gesamtschule“ ( AFG ) in Havixbeck auch.

Zur Erinnerung an das junge Mädchen hatte am Donnerstag der Friedenskreis Havixbeck gemeinsam mit Robert Hülsbusch und Schülern der AFG zu einer Feierstunde ins Forum eingeladen. Dazu hatten die Veranstalter den Rezitator und Musiker Christoph Kujawa aus Nürnberg nach Havixbeck geholt. Kujawa las, erzählte und sang aus der Biografie von Anne Frank sowie aus Gedichten von Selma Meerbaum-Eisinger und Wolfgang Borchert, beide literarische Zeitgenossen von Anne Frank. Die die menschenverachtende Geschichte des Naziregimes im Umgang mit der jüdischen Bevölkerung wurde in den Fokus gerückt.

„Das wird kein kurzweiliger Spaziergang durch einen Sommerabend“, warnte Kujawa. Er begründete dies gleich zu Beginn mit einem Zitat der Anne Frank: „Solange es noch gibt diesen wolkenlosen blauen Himmel, darf ich nicht traurig sein…“ Dann zergliederte Kujawa das Schicksal, verbunden mit den Charakteren der acht Menschen, die sich gemeinsam mit der Familie von Anne Frank mit Beginn der Judenverfolgung in den Niederlanden in einem Hinterhaus an der Prinzengracht bis zum Verrat versteckt hielten. Was die lebendige Geschichtsstunde so besonders machte, war, wie Kujawa von jeder Person ein lebendiges Abbild erstellte. Immer unter dem Druck der Enge, Ängste und täglichen Auseinandersetzungen bei nur 50 Quadratmetern Lebensraum.

Im Zentrum stand das Tagebuch der Anne Frank, das – mittlerweile in 65 Sprachen übersetzt – die Entwicklung der Anne Frank umreißt – vom anfänglichen, kindlichen Geplapper bis zur literarischen Reife.

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