Mi., 03.12.2014

Anne-Frank-Gesamtschule informierte Eltern Maximal vier Fächer am Tag

Volles AFG-Forum verzeichnete die Havixbecker Gesamtschule am Montagabend während des Infoabends für Eltern. Lehrer, Schüler und Eltern standen Rede und Antwort.

Volles AFG-Forum verzeichnete die Havixbecker Gesamtschule am Montagabend während des Infoabends für Eltern. Lehrer, Schüler und Eltern standen Rede und Antwort. Foto: Angelika Fliegner

Havixbeck - 

Die Anne-Frank-Gesamtschule präsentierte sich mittels zweier exemplarischer Schullaufbahnen der fiktiven Kinder Anne und Frank bei einem Informationsabend für Eltern.

Von Angelika Fliegner

„Wir versuchen, die Schule dem Kind anzupassen, nicht umgekehrt“, erörterte Schulleiter Dr. Torsten Habbel während des Eltern-Infoabends, der am Montagabend im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) stattfand. Zum zweiten Mal präsentierte sich die Gesamtschule mittels zwei exemplarischer Schullaufbahnen der fiktiven Kinder Anne und Frank.

Innerhalb von zwei Stunden erfuhren die zahlreich erschienenen Eltern, wie die AFG ihrem Kind hilft, sich zunächst an der Schule zu orientieren, welche individuellen Fördermöglichkeiten es gibt und wie das Kind auf den bestmöglichen Abschluss vorbereitet wird. Jeder Themenbereich wurde vom entsprechenden Experten aus dem Lehrerkollegium an einer eigenen Station vorgestellt.

Vera Thomas , Abteilungsleiterin für die Jahrgänge fünf bis sieben, erklärte, wie die AFG die neuen Unterstufenschüler willkommen heißt. In einer Schulrallye erkunden die Kinder gemeinsam das Terrain, und gemeinsam mit dem zweiköpfigen Klassenlehrerteam essen sie das erste Mal in der Mensa. Dass jeder Jahrgang für die Klassenräume einen eigenen Flur hat – die Kleinen bleiben unter sich – sorgt für eine kleine Schule innerhalb der großen Schule.

Hausaufgaben im klassischen Sinne gibt es nicht, die Kinder bekommen sogenannte Wochenpläne, für deren Erledigung sie während der Unterrichtszeit Unterstützung erhalten.

„Zu Hause müssen dann vielleicht noch Vokabeln gelernt oder eine Klassenarbeit vorbereitet werden“, so Thomas. Eine Schulstunde dauert eineinhalb Stunden – so haben die Kinder an einem Tag nur maximal vier Fächer . „Das hat sich sehr gut bewährt“, ergänzte Organisationsleiter Jürgen Götte, „denn das bringt Ruhe in den Tag.“ Für die Klassenstufen fünf und sechs falle kein Unterricht aus, erklärte er auf Nachfrage. „Wir sind eine verlässliche Ganztagsschule.“

Herbert Thees, der didaktische Leiter der Schule, legte derweil im Eingangsbereich des Forums dar, wie „Anne und Frank, die verschiedenen Baukästen, die die AFG bereitstellt, für sich nutzen.“ Die Gesamtschule ermöglicht den Kindern mit Grund- und Erweiterungskursen in verschiedenen Fächern individuelles Lernen. So passe sich die Schule den Begabungen des Kindes an.

Sabine Adler, Abteilungsleiterin für die Jahrgänge acht bis zehn, erklärte währenddessen im Schülercafé wie die AFG die Schüler zum Hauptschulabschluss, zur Fachoberschulreife oder zum Abitur führt und welche Sprachen in welcher Klassenstufe angeboten werden. Neben Englisch und Französisch können AFG-Schüler auch Niederländisch, Latein und ab Klasse elf Spanisch lernen.

Stellwände im Forum informierten zusätzlich über die Abschlussnoten der AFG-Schüler im Landes- und Schulartenvergleich. „Es geht dabei um Transparenz“, so Schulleiter Habbel, „und verstecken müssen wir uns nun wirklich nicht.“

Werbung für die AFG aus Elternsicht machte abschließend noch Elke Thoms. Sie lobte den klaren Rhythmus der Schultage und dass der Schulstoff mit der Lebenswelt der Kinder verbunden sei.

„Die Kinder lernen von Anfang an Verantwortung“, erklärte sie mit Blick auf die Wochenpläne. Auch für die Fächer Hauswirtschaft und Technik fand sie lobende Worte: „Es ist gut, dass die Kinder lebenspraktische Sachen lernen. Mein ältester Sohn ist am Gymnasium. Da haben die kaum Zeit für andere Dinge.“

Den ein oder anderen hat die Infoveranstaltung bereits überzeugt. „Das ist toll, was hier alles angeboten wird“, befand ein Vater aus Münster-Albachten. „Wir wollen meinen Sohn gerne auf eine Gesamtschule schicken, weil der Druck nicht so groß ist wie auf einem Gymnasium. Erst dachten wir an Roxel, weil er da mit dem Rad hinfahren kann, aber nach dem heutigen Abend wird es Havixbeck.“

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