Di., 09.12.2014

Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck Neue Gedenkkultur

Havixbeck - 

Zehntklässler der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck haben sich intensiv mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigt.

Drei Monate beschäftigte sich die Klasse 10.3 der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) Havixbeck im Rahmen des Projektes „Expedition zum Frieden“ der Universität Münster mit dem Ersten Weltkrieg . In den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellten die Schüler das Gedenken an den Ersten Weltkrieg, konkret die Brockhausen-Gedenkkapelle am Friedhof.

In der Volksbank sind diese Arbeiten bis zum 17. Dezember (Mittwoch) ausgestellt. Die künstlerischen Exponate erstellten die Schüler zusammen mit ihrer Lehrerin Gabriele Schneider im Kunstunterricht.

Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit den Symbolen in der Kapelle am Friedhof. „Wir haben uns die Symbole, die auf den Tafeln mit den Namen der Vermissten und Gefallenen des Ersten Weltkrieges stehen, genauer angeschaut und sie nachgezeichnet. Die Symbole zeigen für uns den großen Wunsch nach Frieden nach diesen Kriegen“, so Schüler Niklas Leufke. Die nachgezeichneten Symbole vergrößerten die Schüler auf DIN-A3-Format und präsentieren sie auf großen, gestalteten Lackrollen nun deutlich sichtbar.

Eine weitere Gruppe arbeitete zu dem Wort „Gedächtnis“. In Anlehnung an die Technik des Künstlers Günther Uecker trieben die Jugendlichen Nägel in ein Brett. Diese wurden so angeordnet, dass das Wort „Gedächtnis“ langsam verblasst, so wie die Erinnerungen an das Leid und das Elend der Kriege.

Wie die Havixbecker über die Gedächtniskapelle denken, fand eine weitere Schülergruppe heraus und dokumentierte die Antworten auf einem großen Plakat. Zwischen den einzelnen Fotos der Befragten stehen nun deren Antworten.

Zur Einweihung der Kapelle wurde damals eine Postkarte herausgegeben. Diese Postkarte nahmen weitere Schüler zum Anlass, eine neue zu gestalten. „Diese neue Postkarte soll die Kriegergedächtniskapelle mit ihrem geschichtlichen Hintergrund wieder neu ins Gedächtnis rücken. Wir haben neue Fotos von der Kapelle gemacht und auch die alte Postkarte mit einbezogen. Außerdem arbeiteten wir die Wörter Leid, Frieden und Liebe ein, Wörter, die aus den Buchstanden des lateinischen Spruches, der rund um die Kapelle eingemeißelt ist, zusammengesetzt wurden. Zudem haben wir ein Bild von Soldaten aus dem Ersten Weltkriegs eingefügt“, erklärte Kim Bosfeld.

Mit der Postkarte wollen die jungen Akteure an die Opfer der Ersten Weltkriegs erinnern, an die Gefallenen und Vermissten, aber auch an die Angehörigen aus Havixbeck. Die Postkarten können von den Besuchern der Ausstellung mitgenommen werden.

Die Universität Münster als Kooperationspartner der AFG zeigte sich bezüglich der intensiven Arbeit beeindruckt. Catharina Kähler, Wissenschaftlerin in der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Westfälische Wilhelms-Universität Münster: „Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten auf sehr hohem Niveau an einer neuen Erinnerungs- und Gedenkkultur zum Ersten Weltkrieg. Ein Beitrag zu unserem Regional-Projekt Expedition für den Frieden.“

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