Fr., 03.07.2009

Havixbeck Steinhauer zeigt Geschichte auf

Von Klaus de Carné

Havixbeck - Gut, dass eine Bronzefigur sehr hitzebeständig ist, sonst wäre der Steinhauer schon gestern Mittag weggeschmolzen. Das war aber nicht der Fall, als am frühen Freitagabend die Initiatoren die 1,75 Meter große Skulptur mit dem Namen „Der Steinhauer“ enthüllten, da war sie in voller Schönheit zu sehen. Rund 100 Zuschauer zeigten ihre Begeisterung mit großem Applaus.

Die Arbeit der drei kulturtreibenden Vereine in Havixbeck - Heimatverein, Freundeskreis St. Dionysius und Förderverein Sandsteinmuseum - habe sich auf jeden Fall gelohnt, so Bürgermeister Klaus Gottschling , der seinen Dank für die dreijährige Vorarbeit an die Vereine richtete. Ein bleibendes Denkmal hätte der Ort schon lange verdient. Mit dem Steinhauer zeige man gleichzeitig ein Stück Geschichte der Region auf.

„Die Skulptur soll dem Betrachter deutlich die Schwere, die Schwierigkeit und die Ernsthaftigkeit der Arbeit zeigen“, erklärte der Künstler Leo Janischowsky aus Burgsteinfurt. Bis heute sei dieses Handwerk noch aktuell. In mühevoller Anfertigung von Exponaten aus Baumberger Sandstein könne man dieses bei verschiedenen Bauwerken erahnen. „Um diese Darstellung der harten Arbeit etwas aufzulockern, liegen oder stehen einige Utensilien dieses Handwerks mit zwei Kleintieren um den zu behauenden Stein herum und laden Kinder ein, diese spielerisch zu erleben“, so Janischowsky. Die Figur ist aus dickwandiger Bronze gegossen und mit starken Edelstahlankern versehen.

Friedhelm Brockhausen (Heimatverein) begrüßte zahlreiche Spender unter den Gästen. Man sei froh, dass das gesamte Kunstwerk so finanziert werden konnte. Er bedankte ebenfalls bei Steinmetzmeister Willi Fark , der den original Baumberger Sandsteinblock für den Bronze-Steinhauer gestiftet und auch das ganze Bildnis am Morgen zusammengefügt hatte.

Willi Fark und Kiepenkerl Klaus Wiethaup unterhielten die Gäste mit einer gespielten Szene nach dem Motto. wir suchen einen Sandsteinhauer. Die plattdeutsche Sprache und die gekonnte Schauspielerei der beiden ließ so manchen Zuschauer kräftig schmunzeln.

Flotte Blasmusik fehlte ebenfalls nicht. Die „Chucka Charlies“ unterhielten die Gäste auch noch bei einsetzendem Gewitterregen. Der Steinhauer ließ sich davon nicht beirren, er „arbeitete“ fleißig weiter.

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