Bedarf an Ferienbetreuung steigt
Mi., 08.02.2012
Schulausschuss besichtigte die Räume der Offenen Ganztagsgrundschule
Vorsichtig näherte sich der Schulausschuss bei der Besichtigung der Offenen Ganztagsgrundschule dem Turm aus Holzsteinen, den Schüler in einem Gruppenraum gebaut haben.
Havixbeck -
100 Kinder werden derzeit in der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) Havixbeck in vier Gruppen betreut. Damit sind alle in der Einrichtung zur Verfügung stehenden Plätze belegt. Ein Bild von der Arbeit der OGS machte sich am Dienstagabend der Ausschuss für Schule, Soziales, Jugend und Sport bei einer Besichtigung.
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Zum Einstieg zeigte OGS-Leiterin Petra Holtstiege eine Reihe von Fotos unter dem Motto „Ein Tag in der OGS durch die Brille der Kinder“. Die Ausschussmitglieder informierte sie gemeinsam mit Johannes Böcker, Vorstand des Caritasverbands für den Kreis Coesfeld, und Ludwig van Assche, Koordinator für die OGS. Der Caritasverband betreibt die OGS im Auftrag der Gemeinde Havixbeck.
Je nach Unterrichtsende kommen die Schüler nach vierten, fünften oder sechsten Stunde in die OGS. Zunächst gibt es das Mittagessen in den Gruppen. In vier Klassenräumen der Baumberge-Schule findet ab 12.30 Uhr die Betreuung bei den Hausaufgaben statt. Nachmittags werden verschiedene Arbeitsgemeinschaften angeboten, zum Beispiel Flöte spielen, Judo, Tanzen oder Englisch.
„Wir sind mit 100 Kindern voll ausgelastet“, berichtete Petra Holtstiege. Alle Mädchen und Jungen nähmen auch an der Mittagsverpflegung teil. „Bei der Ferienbetreuung steigt der Bedarf erheblich“, schilderte die OGS-Leiterin die Entwicklung. Von anfangs 30 sei die Zahl inzwischen auf 50 Kinder angewachsen.
Bislang wurden besondere Angebote in den Ferien, wie Ausflüge in Museen oder Freizeitparks, durch Mittel des Caritasverbands oder Spenden finanziert. Bei steigenden Teilnehmerzahlen sei dies nicht mehr leistbar, erklärten die Vertreter der Caritas.
Es wurde der Wunsch nach einem festen Budget für Angebote im Rahmen der Ferienbetreuung laut. Da es bislang keine Kostenbeteiligung der Eltern an den Ausflügen gab, regten die Kommunalpolitiker an, dies in Erwägung zu ziehen. Ebenso würden sie begrüßen, wenn Spender oder Sponsoren Geld für Aktivitäten bereitstellten.
Kurzfristig gelöst werden soll in der Steuerungsgruppe mit Vertretern der Caritas, der Grundschule und der Gemeindeverwaltung das Problem der Anlieferung des Mittagsessens. Dieses wird in der Mensa der Anne-Frank-Gesamtschule gekocht. Bislang wurde es mit einem Handwagen zur OGS gebracht. „Das Essen sollte mit einem geeigneten Auto transportiert werden, ein Handwagen ist ungeeignet“, erläuterte Schulleiterin Regina Sommer. „Die Kinder und Mitarbeiter der OGS benötigen eine schnelle und nachhaltige Lösung, da der derzeitige Zustand für alle unbefriedigend ist und hohe Mehraufwände bei den Mitarbeitern erzeugt.“
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