Vortrag zu Weltkriegs-Gefallenen

Mi., 22.02.2012

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„Helden wollten wir nie sein . . .“

Vortrag zu Weltkriegs-Gefallenen : „Helden wollten wir nie sein . . .“

Foto aus dem Nachlass von Foto:

Havixbeck - 

Der Nachlass von Menschen, die im Krieg gefallen sind, erzählt ihre Geschichte. Christian Topp ist diesen Geschichten in Havixbeck und Hohenholte nachgegangen.


Am Dienstag (28. Februar) findet um 19.30 Uhr im Baumberger-Sandstein-Museum ein Vortrag von Christian Topp über die Gefallenen des 2. Weltkrieges aus Havixbeck und Hohenholte statt. Er trägt den Titel „Helden wollten wir nie sein . . .“

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Vor über einem Jahr begann Christian Topp mit der Spurensuche nach Hinterlassenschaften von Gefallenen des 2. Weltkrieges aus Havixbeck und Hohenholte. Mittlerweile kann er auf mehr als 50 Besuche bei Hinterbliebenen der Gefallenen zurückblicken, bei denen er über 150 Feldpostbriefe von den Schlachtfeldern Europas, Fotos der Gefallenen aus ihrem heimatlichen Umfeld oder von der Front sowie Urkunden und Sterbebildchen eingescannt hat.

Die Dokumente hat Topp überarbeitet, um sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dafür musst der Havixbecker die Briefe, die zum großen Teil in Sütterlin verfasst sind, erst lesen lernen. Dann schrieb er sie ab.

Topp besuchte unter anderem auch Gerhard Broder, einen Überlebenden der Schlacht um Monte Cassino, der mit dem Havixbecker Josef Friemersdorf in einer Kompanie war und sich sehr genau an Friemersdorf und die Umstände seines Todes erinnerte. Broder widmete Josef Friemersdorf sogar ein Kapitel in dem von ihm geschriebenen Buch „Guerre Mondiale contre moi“.

In dem Vortrag werden neben den bisherigen Ergebnissen der Arbeit einige dieser Dokumente vor- und ausgestellt. Es wird eine Präsentation mit beeindruckenden Fotos und Briefen dieser zumeist sehr jung gestorbenen Havixbecker geben.

Zunächst soll aufgezeigt werden, wie die Wehrmacht mit den Gefallenen allgemein umging. Dann wird beleuchtet, wie unsere Gesellschaft sich mit ihnen auseinandersetzt. Weiterhin wird Topp Interessierten und Betroffenen Wege und Möglichkeiten aufzeigen, selbst Näheres über den Verbleib ihrer Angehörigen zu erfahren. Vor der abschließenden Diskussion werden einige Schicksale von Soldaten aus Havixbeck und Hohenholte aufgezeigt.

Wer sich im Vorfeld ein Bild von dem Projekt machen möchte, findet auf der Homepage www.hapixbeck.de zahlreiche Dokumente und Lebensläufe der Havixbecker Gefallenen.

Christian Topp ist immer noch auf der Suche nach Material für sein Projekt, das in Zukunft in einer großen Chronik seinen Abschluss finden soll. Dokumente und Fotos scannt er bei Hausbesuchen ein, es muss nichts aus der Hand gegeben werden. Wer also noch Briefe oder Fotos gefallener Havixbecker und Hohenholter hat, wird gebeten, sich bei Christian Topp unter ' 0 25 07/ 57 06 74 zu melden.

Der Eintritt zur Veranstaltung im Museum ist frei.


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