Sa., 15.09.2012

Projekt an der Anne-Frank-Gesamtschule verbindet Geoinformatik und Geschichte Für „Gistory“ ins Maisfeld

Havixbeck - 

Auf spannende Weise tauchten Schüler des zwölften Jahrgangs der Anne-Frank-Gesamtschule in die Siedlungsgeschichte Havixbecks ein. Im Rahmen der Projektwoche der Schule forschten sie in alten Karten, suchten in einem Maisfeld in Schonebeck nach den Überresten einer alten Gräftenanlage und werteten im Sandsteinmuseum alte Personenverzeichnisse aus.

Von Ansgar Kreuz, Ansgar Kreuz

Mit den modernen Mitteln des Computerzeitalters wurden die Ergebnisse schließlich veranschaulicht. Einem größeren Publikum stellten die Oberstufenschüler das Projekt „Gistory – Geoinformatics meets History“ am Freitag zum Abschluss der Projektwoche im Forum vor. Gistory verbindet Forschungsmethoden der Geoinformatik mit denen der Stadtgeschichte. Die Schüler erhielten bei ihrer Arbeit Unterstützung von Experten aus den Bereichen Archäologie, Kartenkunde und Geoinformatik.

Das Projekt war ein Teil der „Expedition Münsterland“, die von der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Universität Münster durchgeführt wird. Die Federführung lag beim Institut für Geoinformatik. Neben weiteren Uni-Instituten gehörten auch das Sandsteinmuseum Havixbeck und Einrichtungen des Landschaftsverbands zu den Kooperationspartnern.

Auf der Grundlage von bis zu 200 Jahre alten Karten untersuchten und dokumentierten die Schüler die Entwicklung der Gemeinde Havixbeck. Gemeinsam mit Dr. Joachim Eichler, Leiter des Sandsteinmuseums, und Friedhelm Brockhausen, Vorsitzender des Heimatvereins, durchforsteten sie historische Personenverzeichnisse des Ortes und versuchten zu bestimmen, wo die Häuser der früheren Einwohner gestanden haben oder heute noch stehen.

Diese Daten flossen in zwölf Karten ein, die sich auf der Gistory-Homepage überblenden lassen. Anschaulich lässt sich auf diese Weise das Wachstum Havixbecks von 1841 bis heute am Bildschirm nachvollziehen.

Ein Maisfeld in der Nähe der Burg Hülshoff bildete den zweiten Arbeitsbereich. Dort suchten die Schüler nach Spuren einer alten Gräftenanlage. Mit einem Quadrocopter, einer Art ferngesteuerten Modellhubschrauber, wurden Fotos und Laserscanbilder gemacht. An verschiedenen Stellen wurden Bohrungen und Ausgrabungen gemacht. Die archäologischen Funde, darunter Scherben von Krügen aus dem Mittelalter, wurden in eine Karte eingetragen.

Dafür, dass die während des Projekts gewonnenen Informationen für alle im Internet nachzulesen sind, sorgte eine weitere Gruppe. Auch ein kurzer Film über Gistory wurde von den Jugendlichen gedreht.

 

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