Mi., 31.10.2012

Schulausschuss votiert einstimmig für Schul- und Gemeindebibliothek Bücherei bleibt erhalten

Schulausschuss votiert einstimmig für Schul- und Gemeindebibliothek : Bücherei bleibt erhalten

Nicht nur Schüler wie der zwölfjährige Mirco leihen sich in der Bücherei in der Anne-Frank-Schule regelmäßig neuen Lesestoff aus. Dass sie nicht nur als Schul-, sondern auch als öffentliche Gemeindebibliothek erhalten bleiben soll, entschied jetzt der Schulausschuss. Foto: mfk

Havixbeck - 

Die Schließung der Schul- und Gemeindebibliothek zwecks Einsparung ist vom Tisch. Einstimmig sprach sich der Schulausschuss für deren Erhalt aus.

Von Markus Kampmann

Ungewöhnlich viele Zuschauer hatten am Dienstagabend im Sitzungssaal des Rathauses Platz genommen. Sie interessierte vor allem ein Punkt: die Zukunft der Schul- und Gemeindebibliothek . War das Thema in der letzten Sitzung noch vertagt worden, mussten die Zuhörer diesmal nicht lange auf eine Entscheidung warten. Und diese sorgte für zufriedene Mienen: Die Schließung der Gemeindebibliothek zwecks Einsparung ist vom Tisch.

Der Ausschuss setzte ein deutliches Signal und stimmte unisono für den Erhalt. Dass das Votum ohne lange Diskussion zustande kam, lag auch an der deutlichen Positionierung der CDU-Fraktion im Vorfeld der Sitzung: Sie hatte sich – wie berichtet – in einem Antrag an den Bürgermeister klar für die kombinierte Schul- und Gemeindebibliothek in der Anne-Frank-Schule ausgesprochen und angeregt, dass eine Kooperation mit der Katholischen öffentlichen Bücherei angegangen wird.

„Eine Kooperation, nicht eine Zusammenlegung“, betonte Hildegard Brinkforth-Kemper ( CDU ). Mit dieser Klarstellung wollte sie neuerlichen Irritationen vorbeugen, wie es sie nach der letzten Sitzung gegeben habe: Manch einer habe den Schritt von CDU und FDP , die Gemeindebibliothek von der Tagesordnung zu streichen, als Signal für die Frage nach dem Erhalt gedeutet. „Wir sagen uneingeschränkt Ja zur Schul- und Gemeindebibliothek“, unterstrich Brinkforth-Kemper.

Aber auch eine „gut funktionierende Einrichtung kann ja noch Verbesserungspotenzial haben“, erklärte die CDU-Ratsfrau. Von einer Kooperation mit der Katholischen Bücherei erwarte ihre Fraktion, „dass sich Synergien entwickeln, die für beide Seiten befruchtend sind und die ihnen auch finanziell zugute kommen“.

Inhaltlich hat sich der Ausschuss in seiner jetzigen Sitzung aber nicht weiter mit dem CDU-Antrag befasst. Er soll – wie es üblich ist – erst in den Rat eingebracht werden, erklärte Bürgermeister Klaus Gromöller , zumal das Papier zwar als Tischvorlage verteilt worden sei, aber die Fraktionen noch keine Gelegenheit hatten, darüber zu beraten.

Dass sich die CDU-Fraktion jetzt klar für die Beibehaltung der Bücherei in der Gesamtschule auch als Gemeindebibliothek ausspricht, begrüßten die Sprecher der anderen Fraktionen. Mit einer Ausnahme: Gabriele Sarter (FDP) kritisierte erneut, dass die Vorschläge der Konsolidierungsliste nun scheibchenweise abgearbeitet werden. „Wir müssen alle freiwilligen Leistungen auf die Waage legen“, erklärte sie. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass der Hauptgedanke der Liste, der Sparzwang, in den Hintergrund gerückt werde.

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