Fr., 01.02.2013

Oberstufenzentrum der AFG erfolgreich angelaufen Schule für die ganze Region

Ziehen eine positive Bilanz nach einem halben Jahr „Oberstufenzentrum Baumberge“ (v. l.): Ella Greenshpon, Schulleiter Dr. Torsten Habbel, Manfred Stalz, Abteilungsleiter Gymnasiale Oberstufe, und Jonas Brüggemann.

Ziehen eine positive Bilanz nach einem halben Jahr „Oberstufenzentrum Baumberge“ (v. l.): Ella Greenshpon, Schulleiter Dr. Torsten Habbel, Manfred Stalz, Abteilungsleiter Gymnasiale Oberstufe, und Jonas Brüggemann. Foto: Markus Kampmann

Havixbeck - 

Als Dr. Torsten Habbel vor drei Jahren als neuer Gesamtschulleiter nach Havixbeck kam, fiel ihm eines auf: „Ich dachte: Die Oberstufe ist zu klein“, erinnert er sich. Das wollte er ändern. Vor einem halben Jahr ging das „Oberstufenzentrum Baumberge“ an den Start. Und Habbels Bilanz fällt – pünktlich zur Anmeldewoche an der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) – positiv aus.

Von Markus Kampmann

„Wir verstehen uns als Schule für die Baumberge-Region“, erklärt der Schulleiter. Und dazu gehöre, die Schüler von anderen weiterführenden Schulen aufzufangen, die ihre Schullaufbahn fortsetzen wollen, umreißt Manfred Stalz , Abteilungsleiter Gymnasiale Oberstufe der AFG , das Ziel. Den Segen der Bezirksregierung habe die Schule: „Der Dezernent hat uns ermutigt, diesen Weg zu gehen“, sagt Habbel .

"

»Wir sind mit weiterführenden Schulen in der Umgebung im Gespräch.«

Schulleiter Dr. Torsten Habbel

"

Auf diesem hat die AFG bereits mehrere Schritte unternommen. Ganz zentral dabei sei, so Habbel: „Wir sind mit weiterführenden Schulen in der Umgebung im Gespräch.“ Er verwies auf die Münsterland-Schule in Tilbeck und Realschulen in Billerbeck und Roxel. Das reiche so weit, dass dort überlegt werde, „welche Fremdsprachen sie anbieten, damit es nachher zu unserer Oberstufe passt“, erläutert Stalz.

Aber auch an der AFG hat sich einiges getan: Die Oberstufe wurde im Neubau konzentriert, erhielt einen „Silencium-Raum“ zum eigenständigen Arbeiten und einen PC-Arbeitsraum. Damit neue Oberstufenschüler einen Überblick erhalten und Kontakte knüpfen können, gibt es jeweils vor den Sommerferien eine Einführungswoche „Aus 10 mach 11“. Bei Bedarf werden die Schüler in bestimmten Fächern unterstützt. Und die Oberstufe ist in ihren jeweiligen Jahrgängen in drei Stammgruppen unterteilt. „Das finde ich gut“, sagt Jonas Brüggemann, Stufensprecher der 11. Denn so seien die Schüler noch fast wie im bisherigen Klassenverband organisiert. „Es gibt schon ein großes Gemeinschaftsgefühl“, meint auch die Elfer-Stufensprecherin Ella Greenshpon.

Außerdem sei eine Lehrerin, die ausgebildete Berufsberaterin ist, ausschließlich für die Berufsorientierung in der Oberstufe zuständig, erklärt Dr. Torsten Habbel. „Es ist ein Glück, solche kompetente Leute zu bekommen“, meint der Schulleiter. Die AFG bekomme viele Anfragen von Lehrern, die gerne nach Havixbeck versetzt werden wollen. „Da kann ich passgenau schauen, wen brauchen wir hier. Das ist eine Luxussituation, die andere Schulen nicht haben.“ Einen weiteren Vorteil vor allem gegenüber Gymnasien sieht Manfred Stalz im neunjährigen Weg bis zum Abitur.

Erfolge gibt es bereits: Von 146 Schülern im Schuljahr 2009/2010 ist die Oberstufe auf derzeit 201 kontinuierlich gewachsen. Im nächsten Schuljahr rechnet Habbel mit circa 220. Rund 75 Anmeldungen von bisherigen Schülern lagen schon vor dem Start der Anmeldewoche vor. Vor allem für Eltern und Schüler aus Havixbeck sei es wichtig zu wissen, dass die AFG nur den Schülern einen Platz in der Oberstufe garantieren könne, die schon vorher die Gesamtschule besucht haben.

Denn grenzenlos wachsen könne die Oberstufe natürlich nicht, meint der Schulleiter. Deshalb will er nicht nur intern das Gespräch über den weiteren Kurs suchen, sondern vor allem auch mit der Gemeinde als Träger.

Anmeldewoche beginnt Montag

In der nächsten Woche können Eltern ihre Kinder an der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) anmelden. Von Montag bis Freitag ist das Sekretariat von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr geöffnet. „Der Tag der Anmeldung hat keine Auswirkungen, ob wir das Kind aufnehmen können“, so Schulleiter Dr. Torsten Habbel.

Für die Anmeldung werden benötigt: das Zeugnis der Grundschule mit der Empfehlung für die weiterführende Schulform, der Original-Anmeldeschein, der von der Grundschule mit dem Zeugnis ausgehändigt wird, und das Familienstammbuch bzw. die Geburtsurkunde des Kindes. Die Anmeldeformulare können von der AFG-Homepage heruntergeladen werden und sollten möglichst ausgefüllt zur Anmeldung mitgebracht werden. Ansonsten sind sie auch über das Sekretariat zu beziehen.

In den letzten Jahren wurden stets mehr Schüler angemeldet, als die Schule aufnehmen kann. „Aber davon sollen sich die Eltern nicht abschrecken lassen“, so Habbel.

Für die neue Fünf gebe das Schulgesetz die Auswahlkriterien vor: So wird neben Geschwisterkindern und dem ausgewogenen Verhältnis von Jungen und Mädchen vor allem berücksichtigt, dass Schüler unterschiedlicher Leistungsfähigkeit aufgenommen werden. „Das ist die Idee der Gesamtschule, die sich längst in anderen Ländern durchgesetzt hat: Kinder und Jugendliche lernen am besten, wenn die Lerngruppe heterogen ist“, erläutert Dr. Habbel.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1476718?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F162%2F1781001%2F1781183%2F