Do., 21.02.2013

Schülergruppe der Anne-Frank-Gesamtschule erkundete den Verlauf des Habichtsbaches Von der Mündung bis zur Quelle

Havixbeck - 

Den Verlauf des Habichtsbachs erkundeten Schüler des zehnten Jahrgangs aus dem Wahlpflichtbereich Naturwissenschaften der Anne-Frank-Gesamtschule näher. Gemeinsam mit Hans-Heinrich Badengoth vom Heimatverein Havixbeck waren die Mädchen und Jungen im Rahmen des Bachprojektes von der Mündung bis zur Quelle unterwegs.

Von Ansgar Kreuz

Schließlich hatte der Habichtsbach schon bei der Namensgebung des Ortes eine wichtige Bedeutung. Zwischen Havixbeck und Hohenholte folgte die Gruppe zunächst dem Hemkerbach in Richtung Westen. Die am Ufer wachsenden Schwarzerlen, aus deren winterlichen Zweigen einige Erlenzeisige Samen aus den kleinen schwarzen, kugelrunden Zapfen pickten, zogen die Blicke auf sich. Nach rund 500 Metern war die Stelle erreicht, wo der Habichtsbach in den Hemkerbach mündet. „In beiden Bachbetten schlängelte sich nur wenig Wasser durch das Bachröhricht“, berichtete Hans-Heinrich Badengoth .

Nun ging es weiter am Habichtsbach entlang, der ohne eine Schlinge oder Biegung von Westen nach Osten gerade durch den Hangwerbusch fließt. „Es gibt kaum Pflanzenwuchs an oder in dem Wasserlauf, weil das dichte Blätterdach des Mischwaldes in der Sommerzeit kaum Sonnenlicht auf den Bachbereich durchlässt“, so Hans-Heinrich Badengoth. Sehr deutlich könne man erkennen, dass der Bach in diesem Bereich regelmäßig gesäubert wurde. An beiden Ufern lagere der Aushub in Form von niedrigen Wällen.

Hans-Heinrich Badengoth stieg trotz winterlicher Kälte auch in den Bach. Mit seiner Hand fischte er eine Köcherfliegenlarve aus dem kristallklaren Wasser, um sie den Schülern genauer zeigen zu können. „Die Larve ist von einem Köcher umgeben, den sie ständig mit sich herumträgt und nie freiwillig verlässt.“ Er bestehe aus Sandkörnern, kleinen Steinchen, Zweig- und Laubstückchen. „Das Vorkommen von Köcherfliegenlarven deutet darauf hin, dass hier das Wasser eine gute Qualität hat.“

Vorbei am Hof Schulze Havixbeck führte die kleine Expedition weiter entlang der Altenberger Straße hinter das Haus Wübken. Dort rinnt das Quellwasser des Habichtsbaches aus zwei dunklen Betonrohren und erblickt das Licht der Welt. Unterirdisch fließe es vom eigentlichen Quellbereich beim Haus Klostermann an der Altenberger Straße dorthin, erläuterte Hans-Heinrich Badengoth.

Aus der Nachbarschaft erklärte Bernhard Dirks der Gruppe an einem von ihm selbst gebauten Modell, wie das Quellwasser in früherer Zeit in einem künstlichen Becken aufgefangen worden ist. An der Stelle, die „Spalthoffs Kuhle“ geheißen hat, haben die Havixbeckerinnen früher die Wasche ausgespült. Bei Bauarbeiten im Bereich „Auf der Wenge“ und der Altenberger Straße sei die ursprüngliche Quelle des Habichtsbaches später versiegt.

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»Das Vorkommen von Köcherfliegenlarven deutet darauf hin, dass hier das Wasser eine gute Qualität hat.«

Hans-Heinrich Badengoth

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