So., 11.08.2013

Bundestagskandidat der Grünen stellte sich vor Gemüseanbau hat Zukunft

Während der Radtour mit ihrem Bundestagskandidaten Friedrich Ostendorff (5. v. l.) machten die Grünen auch einen Abstecher zum Bioland-Hof Herzkamp. Bei einem Gang durch die Gewächshäuser und entlang der Felder stellte Günter Herzkamp (r.) seinen Betrieb vor.

Während der Radtour mit ihrem Bundestagskandidaten Friedrich Ostendorff (5. v. l.) machten die Grünen auch einen Abstecher zum Bioland-Hof Herzkamp. Bei einem Gang durch die Gewächshäuser und entlang der Felder stellte Günter Herzkamp (r.) seinen Betrieb vor. Foto: Ansgar Kreuz

Havixbeck - 

Dem Kennenlernen diente eine Radtour, die der Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorff, mit dem Ortsverband Havixbeck der Grünen unternahm. Die Themen des politischen Austausches lagen praktisch am Wegesrand.

Von Ansgar Kreuz

Den Sommerwind ließen sich Mitglieder und Anhänger des Ortsverbands Havixbeck von Bündnis 90/ Die Grünen bei einer Fahrradtour um die Nase wehen. Mit von der Partie war am Samstag der Bundestagsabgeordnete Friedrich Ostendorff , der bei der Bundestagswahl am 22. September im hiesigen Wahlkreis Coesfeld/Steinfurt II für die Grünen antritt.

So diente der Ausflug mit der Leeze dem gegenseitigen Kennenlernen, denn für Friedrich Ostendorff, der in Bergkamen lebt, ist die Region Neuland. Weil der Kreis Coesfeld stark von der Landwirtschaft geprägt ist, sieht der Landwirt, der seinen Hof bereits 1984 auf Ökolandbau umgestellt hat, viele Anknüpfungspunkte. „Es ist eine wunderschöne Landschaft. Da lohnt es sich für zu kämpfen“, erklärte Friedrich Ostendorff. Der agrarpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Grünen setzt sich für eine bäuerliche Landwirtschaft und gegen die agrarindustrielle Massenproduktion ein.

Die Themen beim Austausch mit den politischen Freunden lagen praktisch am Wegesrand. Während es durch hohe Maisfelder ging, drängte sich die Frage auf, ob nicht ebenso gut andere Pflanzen in Biogasanlagen zur Energieerzeugung genutzt werden könnten. Bei einem Abstecher zur Biogasanlage auf dem Hof Kückmann erfuhr die Gruppe, dass Algen eine solche Alternative sein könnten. In einem Projekt mit der Universität Münster soll dies näher erforscht werden „Das finden wir ganz spannend“, sagte Jutta Bergmoser, Sprecherin der Havixbecker Grünen.

Leuchtend rote Tomaten sprangen den Teilnehmern bei der Besichtigung der Gewächshäuser des Bioland-Hofes Herzkamp in die Augen. „Sie dürfen gerne probieren“, gab Günter Herzkamp das Startzeichen zum Naschen direkt vom Strauch. Derweil erzählte der Inhaber etwas über den Gemüseanbau und die Direktvermarktung im eigenen Hofladen.

Auf einer Fläche von sechs Hektar im Freiland und 2000 Quadratmetern unter dem Glas der Gewächshäuser baut der Havixbecker Tomaten, Zucchini, Zuckermais, Paprika, Salat, Kürbisse und anderes mehr nach Bioland-Richtlinien an. „Mehr Arbeit ist es auf alle Fälle, aber die Arbeit wird auch honoriert“, zog Günter Herzkamp einen Vergleich zum konventionellen Gemüseanbau.

„Ich glaube, sie haben eine gute Zukunft“, wandte sich Friedrich Ostendorff an den Gemüsebauern. „Durch die Umstellung haben sie ihren Betrieb erhalten können.“ Aus Sicht des grünen Bundestagskandidaten liegt in bäuerlichen Strukturen und der Direktvermarktung die Zukunft der Landwirtschaft.

„Ich finde die Debatte schwierig, wie wir sie führen“, ging Friedrich Ostendorff noch kurz auf den von den Grünen vorgeschlagenen „Veggie Day“ ein. Der Gemüseanbau sei auch unabhängig davon interessant. „Wenn wir kein Fleisch essen an einem Tag, essen wir mehr Kartoffeln und Gemüse.“

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»Mehr Arbeit ist es auf alle Fälle, aber die Arbeit wird auch honoriert.«

Günter Herzkamp

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