Mo., 09.12.2013

„Sozial-Führerschein“ für 18 AFG-Schüler Gelebte Inklusion

Im Rahmen des Abschlusstreffens im Stift Tilbeck erhielten die Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule ihre Sozial-Führerscheine.

Im Rahmen des Abschlusstreffens im Stift Tilbeck erhielten die Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule ihre Sozial-Führerscheine. Foto: Dieter Klein

Havixbeck - 

In Theorie und Praxis lernten Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule das Miteinander mit Bewohnern des Stiftes Tilbeck kennen. Zum Abschluss des Projekts erhielten sie ihren „Sozial-Führerschein“.

Von Dieter Klein

Den jungen Menschen, die sich im Stift Tilbeck trafen, war anzusehen, dass sie eines verstanden hatten, was gerade in Tilbeck von enormer Bedeutung ist: „Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück.“

Sie gehörten entweder zu den ständigen Betreuerinnen der in Tilbeck lebenden Menschen mit Behinderungen oder aber sie hatten wie die Schüler des Jahrgangs 10 der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) gerade ihren „Sozial-Führerschein“ erhalten. Damit hielten sie ein Zertifikat in Händen, welches ihnen bestätigt, im Stift theoretisch wie praktisch den Umgang mit behinderten Bewohnern kennengelernt zu haben.

Initiiert hatte das Projekt „Füreinander – Miteinander“ eine Gruppe von Pädagogen nach einem Besuch der Tilbecker Einrichtungen. Gespräche zwischen AFG-Lehrerin Sabine Adler , die an der Schule auch für den Bereich Berufsorientierung zuständig ist, und Reinhard Nieweler , Ehrenamts-Koordinator im Stift, folgten.

Nach sechs Stunden theoretischer Einweisung durften die 18 Schüler in kleinen Gruppen im Konrad-von-Parzham-Haus, den Sporträumen der Werkstätten und in den Wohngruppen des Hauses Thomas den praktischen Umgang mit Bewohnern kennenlernen.

Beim Abschlusstreffen waren alle begeistert. Michelle und Pia: „Wir haben schöne Stunden miteinander verbracht, gespielt, Musik gemacht, ja sogar gebacken. Und den Menschen vor Ort sah man das Vergnügliche an unserem Besuch bald an.“

Von vergnüglichem Mitmachen sprachen auch Lea und Adina: „Wir durften mit den Menschen mit Behinderungen in der Sporthalle der Werkstätten Bewegungsübungen probieren. Das klappte nach kürzester Zeit.“

Von ihren Erfahrungen im Haus Thomas erzählten Mareen und Milena: „Das hat uns gefallen. Wie haben gemeinsam gebacken, Adventsfenster geschmückt und einen Adventskranz gestaltet.“

Die Erfolge der Mädchen wurden von allen Seiten bestätigt. Marie Bußmann, hauptamtliche Betreuerin: „Das alles zeigte, wie sehr solche Begegnungen auch unseren Bewohnern helfen. Und wer später nach der Mittleren Reife oder dem Abi beruflich eine soziale Richtung einschlagen will, konnte bei diesem Projekt eine Menge an möglichen Perspektiven aufnehmen.“

Reinhard Nieweler freut sich schon auf die nächste Schülergruppe aus Havixbeck im kommenden Januar. „Unsere Bewohner hatten sichtlich Spaß bei den Begegnungen mit den kontaktfreudigen Jugendlichen. Und auf diese ganz spezielle und schöne Auslegung von Inklusion warten jetzt schon wieder alle ungeduldig.“

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Unsere Bewohner hatten sichtlich Spaß bei den Begegnungen mit den kontaktfreudigen Jugendlichen.

Reinhard Nieweler

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