Do., 05.06.2014

„Mutoto Chaud“ zu Gast an der Anne-Frank-Gesamtschule Ein echtes Miteinander

Gut gelaunt startete die Gruppe „Mutoto Chaud“ aus der Demokratischen Republik Kongo mit den Gastgebern der Anne-Frank-Gesamtschule in einen Tag voller Begegnungen.

Gut gelaunt startete die Gruppe „Mutoto Chaud“ aus der Demokratischen Republik Kongo mit den Gastgebern der Anne-Frank-Gesamtschule in einen Tag voller Begegnungen. Foto: Ansgar Kreuz

Havixbeck - 

Die Gruppe „Mutoto Chaud“ ist für zwei Tage zu Gast an der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck. Bereits seit dem Jahr 2000 gibt es enge Kontakte zu einer Partnerschule in Lubumbashi, einer Millionenstadt in der Demokratischen Republik Kongo.

Von Ansgar Kreuz

Fröhlich empfangen wurde die Gruppe „ Mutoto Chaud“ aus der Demokratischen Republik Kongo in der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) am Donnerstagmorgen. Mit einem Tanz stimmten Schüler des siebten Jahrgangs die Gäste aus der Millionenstadt Lubumbashi auf ihren zweitägigen Besuch in Havixbeck ein. Und den Cup-Song, den die Klasse 5.3 präsentierte, wollten die Kongolesen direkt mit den AFG-Schülern gemeinsam einstudieren.

Bereits seit dem Jahr 2000 gibt es zwischen der Anne-Frank-Gesamtschule über den Trägerverein Mutoto e.V. mit Sitz in Münster enge Kontakte zu den jungen Menschen im Kongo. AFG-Schüler reisten zuletzt im Jahr 2011 nach Lubumbashi. Über die Jahre ist ein echtes Miteinander gewachsen. „Sie bringen uns ganz viel mit und können unseren Schülern ganz viel geben. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagte Schulleiter Dr. Torsten Habbel bei der Begrüßung der Gruppe.

Mit dem Cup-Song begrüßte die Klasse 5.3 die Gäste aus dem Kongo.

Mit dem Cup-Song begrüßte die Klasse 5.3 die Gäste aus dem Kongo. Foto: Ansgar Kreuz

„Mutoto Chaud“ ist noch bis August mit der Theaterproduktion „Festung Europa“ und der Akrobatikshow „Mutoto Anatembeya: Das Kind läuft“ auf der vierten Deutschland-Tournee unterwegs. Der Gruppe gehören aktuell 14 Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 22 Jahren sowie ein Betreuer an. Zwei weitere Kinder kommen in Kürze noch dazu, wenn sie ihre Visa in Händen halten.

„Es war sehr aufwendig, die Visa für die Gruppe zu bekommen, da es neue Regelungen gibt“, erläuterte Richard Nawezi , Vorsitzender des Vereins Mutoto. Um die Dokumente zu bekommen, hätten die Teilnehmer von Lubumbashi eigens in die 1600 Kilometer entfernte Hauptstadt Kinshasa reisen müssen.

Begleitet wird „Mutoto Chaud“ auf der Deutschland-Tournee von der ehemaligen AFG-Schülerin Janina Holz. 2008 ist sie im Rahmen des ersten Schüleraustausches in den Kongo gereist. „Das ist das Besondere an diesem Projekt“, freute sich Heiner Meschede als einer der betreuenden Lehrer darüber, dass die Kontakte noch über die Schulzeit hinaus anhalten. „Es sind Freundschaften entstanden, dadurch entsteht eine bestimmte Nachhaltigkeit“, ergänzte Richard Nawezi.

Der erste Tag an der Anne-Frank-Gesamtschule war bestimmt von vielen Begegnungen und dem Austausch untereinander. Da bei den gemeinsamen Projekten der AFG und der Partnerschule in Lubumbashi die regenerativen Energien ein zentrales Thema sind, standen Besuche im Technikunterricht auf dem Programm. Kreativ ging es bei der Fertigung von Schlüsselanhängern und bei einem Kunstprojekt zu.

Die Möglichkeiten der Sonnenenergie-Nutzung wurden beleuchtet. Auch ein Elektroauto wurde vorgestellt.

Die Möglichkeiten der Sonnenenergie-Nutzung wurden beleuchtet. Auch ein Elektroauto wurde vorgestellt. Foto: Ansgar Kreuz

Am Nachmittag wurde gemeinsam Musik gemacht mit der Schülerband unter der Leitung von Jürgen Mohn. Beim Musizieren war mit Johannes Thienenkamp noch ein weiterer ehemaliger AFG-Schüler mit dabei. Einige Kongolosen gingen in die fünften Klassen, um über ihr Land zu berichten und Fragen zu beantworten.

Auch im Rathaus wurde die Gruppe „Mutoto Chaud“ empfangen. Dort begrüßte Bürgermeister Klaus Gromöller die Gäste aus dem Kongo und informierte über die Gemeinde.

Zum Abschluss des Aufenthalts in Havixbeck zeigt „Mutoto Chaud“ am Freitag vor Schülern, Eltern, Lehrern und Gästen im Forum das Theaterstück „Festung Europa“, das sich mit dem Thema Flucht und Migration auseinandersetzt. Daran schließt sich das Akrobatikprogramm „Mutoto Anatembeya: Das Kind läuft“ an.

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