Fr., 12.09.2014

Projektwoche der Anne-Frank-Gesamtschule Praktisches und Nachdenkliches

Feinste Waren fertigten diese Schülerinnen in ihrer AFG-Nähstube. Kissen und Taschen aus wunderschönen Stoffen waren das viel beachtete Ergebnis.

Feinste Waren fertigten diese Schülerinnen in ihrer AFG-Nähstube. Kissen und Taschen aus wunderschönen Stoffen waren das viel beachtete Ergebnis. Foto: Klaus de Carné

Havixbeck - 

Die Ergebnisse ihrer Projektwoche stellten die Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule der Öffentlichkeit am Präsentationstag vor.

Von Klaus de Carné

Als Claudia Spliethoff einen Klassenraum der Stufe 8 betrat, wurde die Lehrerin sofort von Schülern in Beschlag genommen. Sie bekam mehrere Seiten für den Test „Jugendsprache 2014 – Wie fit bist du?“ vorgelegt und fing sofort an, diesen auszufüllen. Die Schüler warteten mit Begeisterung auf das Ergebnis. Immerhin erreichte die Koordinatorin für Projektlernen an der AFG 18 von möglichen 21 Punkten. „Voll korrekt, nur wenige Fails“, lautete das Ergebnis. Wer nur fünf Punkte erreichte bekam bescheinigt: „Lern mal Deutsch, Alter“.

Wer lesen kann, war am Präsentationstag der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) klar im Vorteil. In allen Klassen und Turnhallen wurden Ergebnisse gezeigt, die sich sehen lassen konnten. Angehörige der Schüler waren zahlreich zu sehen. Auch Großeltern interessierten sich dafür, was ihre Enkelkinder heute so in der Schule lernen.

Lehrer Bastian Einck, erst seit einigen Wochen an der AFG, bearbeitete das Thema „Kommunikation im Sport“. Er zeigte den Zuschauern wie Blinden-Fußball gespielt wird. „Jede Mannschaft hat einen Rufer am Rand stehen. Dann geht das ganz gut“, so der junge Lehrer während der Vorführung.

Nachdenkliches unter dem Motto „Erinnern oder Vergessen?“ behandelten 25 Schüler der Stufe 12 mit Lehrerin Dagmar Wissel-Hingler. Sie beschäftigten sich mit Gedenkstätten und schauten sich die Stolpersteine in der Fußgängerzone in Havixbeck an. Die Schüler erarbeiteten wichtige Kriterien, die für das Erinnern wichtig sind. „Passt ja zu unserer Schule“, meinte die Lehrerin und dachte dabei an Anne Frank.

Einige Projekte waren angereichert durch Besuche von Personen, die mit ihren Kompetenzen zum Gelingen beigetragen haben. So war zum Beispiel Babacar N´Diaye, Assistenztrainer bei Preußen Münster, dabei, Eltern, die ihren beruflichen Werdegang vorstellten, und sogar Hunde, die mit ihren Besitzern therapeutische Möglichkeiten aufzeigten.

Während der Projektwoche tüftelten Schüler der Stufe 12 in Havixbeck und am Institut für Geoinformatik der Universität Münster gemeinsam mit Studierenden an ihren Ideen für ein „cleveres Havixbeck“. Zur Veranschaulichung entstand beispielsweise eine „Smart City“ im Modell, die Vorschläge zur nachhaltigen Stadtentwicklung enthält.

Dafür fertigen die Schüler mit Hilfe eines 3-D-Druckers Nachbildungen von Havixbecker Gebäuden an. Außerdem arbeiten sie an einer Schulbusroute, die Zeit und Geld sparen kann. Das Modell ist im Foyer der Volksbank zu sehen.

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