Do., 10.09.2015

AFG-Oberstufe diskutiert mit den beiden Bürgermeisterkandidaten Fragen auf hohem Niveau

Zur Bürgermeisterwahl fand in der AFG am Donnerstagnachmittag eine Podiumsdiskussion statt: (v.l.) Schulleiter Dr. Torsten Habbel, Kandidatin Katja Venghaus, Kandidat Klaus Gromöller und Moderator Clemens Roggenbuck.

Zur Bürgermeisterwahl fand in der AFG am Donnerstagnachmittag eine Podiumsdiskussion statt: (v.l.) Schulleiter Dr. Torsten Habbel, Kandidatin Katja Venghaus, Kandidat Klaus Gromöller und Moderator Clemens Roggenbuck. Foto: Lukas Splitthoff

Havixbeck - 

Das Interesse am Bürgermeisterdialog im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule ist groß. Mit inhaltlich starken Fragen auf hohem Niveau kitzeln die rund 250 Oberstufenschüler klare Antworten aus den Kandidaten Katja Venghaus und Klaus Gromöller heraus.

Von Lukas Splitthoff

Die Schüler der AFG-Oberstufe sind gründlich vorbereitet und haken eifrig nach. Sie haben Zeitung gelesen und die Wahlkampfbroschüren der Bürgermeisterkandidaten verglichen. Und: Sie haben Fragen – etliche Fragen. Geht es doch bei vielen Themen um ihre AFG .

Das Interesse am Bürgermeisterdialog im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule ist groß. Mit inhaltlich starken Fragen auf hohem Niveau kitzeln die rund 250 Oberstufenschüler klare Antworten aus den Kandidaten Katja Venghaus und Klaus Gromöller heraus. Moderiert von AFG-Lehrer Clemens Roggenbuck arbeiten sich die jungen Wähler gut durch alle Wahlkampfthemen. Auch die Schüler aus anderen Gemeinden wollen wissen, wie die AFG in die Gemeinde passt.

Schülersprecher Maurice Richter (18) macht den Anfang. Stehen derzeit doch die Mietkosten einer Soccer-Halle, die Schülerbeförderung zu Sportstätten und eine Hausmeisterstelle auf der Streichliste. Auch das Freibad soll den Träger wechseln: „Wie wollen Sie die Qualität der Schule bei den Maßnahmen der Haushaltssicherung garantieren?“

Gromöller als amtierender Bürgermeister spricht mit Wissen aus seinem Amt: „Ich versichere ihnen: Der Masterplan bleibt unangetastet. Die Frage ist: Schulklassen oder Schulhof? Was brauchen Sie? Beides zusammen geht nicht. Mit der Schulleitung haben wir abgestimmt, dass erst die Klassenräume saniert werden.“ Was die Schülerbeförderung angeht, fordert er kreative Ideen: „Vielleicht können wir Fahrräder für den Weg ins Flothfeld bereitstellen.“

Herausforderin Venghaus formuliert es als die zentrale Aufgabe der ganzen Gemeinde: „Wir müssen Havixbeck attraktiv halten und das heißt, wir müssen die Schule noch attraktiver machen. Nur so können wir mit ausreichend Schülern Kursangebote erweitern.“ Außerdem will sie mit ihrer beruflichen Erfahrung die Berufsorientierungsmöglichkeiten ausbauen. Ihr Thema der Jugend ist das Internet: „Ich setze mich für Breitband ein – auch für Hohenholte.“ „Wie wollen Sie das bezahlen?“, wirft Gromöller ein. Keine Antwort. Er will sich erst einmal um das Internet der Schule kümmern.

Mit der Zeit gewinnt der Dialog richtig an Fahrt und neigt sich nach anderthalb Stunden schnell dem Ende.

Da will Erik (18) noch wissen: „Was halten Sie eigentlich von ihrem Gegenkandidaten?“ Venghaus: „Ich wertschätze ihn und wir gehen respektvoll miteinander um. In Ratssitzungen habe ich festgestellt: Sein Stil sagt mir nicht zu. Ich würde es anders machen.“

Gromöller bleibt beim Lob und dreht die Frage gleich um: „Den respektvollen Umgang kann ich nur unterstreichen. Aber viel wichtiger ist, wie sie uns finden. Setzen Sie ihr Kreuz!“

Nach der Veranstaltung resümiert Schülersprecher Richter: „Die beiden haben sich gut präsentiert und uns einen Einblick in die Lokalpolitik gegeben. Jetzt können wir urteilen und wählen.“

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