Mi., 17.02.2016

Flüchtlingsunterkünfte Holzhäuser bald fertig

Holzhäuser mit mehreren Wohneinheiten entstehen zurzeit am Althoffsweg. Schon in Kürze können hier Flüchtlinge ein Dach über dem Kopf bekommen. Weitere Standorte auf dem Gemeindegebiet werden untersucht.

Holzhäuser mit mehreren Wohneinheiten entstehen zurzeit am Althoffsweg. Schon in Kürze können hier Flüchtlinge ein Dach über dem Kopf bekommen. Weitere Standorte auf dem Gemeindegebiet werden untersucht. Foto: Klaus de Carné

Havixbeck - 

Derzeit befinden sich Holzhäuser am Althoffsweg im Bau, in die schon in Kürze von Flüchtlinge einziehen können.

Von Klaus de Carné

Die Gemeindeverwaltung Havixbeck versucht an verschiedenen Stellen im Ort Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu schaffen. Derzeit befinden sich Holzhäuser am Althoffsweg im Bau, die schon in Kürze bezogen werden können.

Im Sozialausschuss nahm Fachbereichsleiterin Monika Böse dazu Stellung. „Zu Beginn des Jahres 2015 stiegen die Aufnahmezahlen moderat aber stetig an. Im Spätsommer des Jahres sind diese Zahlen sprunghaft angestiegen“, so Böse. Wurden im Jahr 2014 und noch in der ersten Jahreshälfte 2015 rund zehn Personen im Monat aufgenommen, so waren es seit dem Herbst des letzten Jahres schon rund zehn Personen pro Woche.

Da im vergangenen Dezember die Wohnraumkapazitäten in Havixbeck erschöpft waren, war die Gemeinde Havixbeck gezwungen, eine Überlastungsanzeige bei der Bezirksregierung Arnsberg zu stellen. Diese sicherte der Gemeinde zu, dass zwischen den Feiertagen keine Zuweisungen erfolgen. Damit war ein zeitlicher Puffer von insgesamt drei Wochen geschaffen.

Ende Januar wurden wiederum 22 Personen zugewiesen. „Danach gab es keine Zuweisungen“, sagte Böse. Dies sei darauf zurückzuführen, dass laut Ankündigung von NRW-Innenminister Ralf Jäger die Flüchtlinge verstärkt auf Kommunen verteilt werden, deren Aufnahmequoten bislang nicht ausgeschöpft waren. Dies könne sich aber schnell wieder ändern.

Die Gemeinde hat in den vergangenen Monaten unter Hochdruck daran gearbeitet, Wohnraum zur Unterbringung der Menschen zu schaffen. Es wurden Objekte, die bereits zum Abriss vorgesehen waren, wieder in Betrieb genommen, Räume für soziale Zwecke in Wohnraum umgewandelt (Schule Hohenholte), Wohnungen und Häuser angemietet, Häuser gekauft (Im Flothfeld, Südostring, Elsternweg) und zwischenzeitlich Ferienwohnungen angemietet. Derzeit leben 231 Personen aus 22 Nationen in insgesamt 20 Wohnobjekten an 17 verschiedenen Standorten in der Gemeinde.

Für die Planung der Wohnraumbeschaffung wurde eine Jahresprojektierung vorgenommen. Da sich nach Mitteilung des Innenministeriums nicht annähernd präzise vorhersehen lässt, wie sich die Aufnahmezahlen in 2016 entwickeln werden, wurde ausgehend von den Erfahrungen aus 2015 angenommen, dass sieben Personen je Woche untergebracht werden müssen. Ferner sei zu berücksichtigen, dass im Laufe des Jahres 60 Plätze in Wohnungen entfallen, die zurückzugeben sind. „Auf der Grundlage dieser Zahlen sind die verschiedenen Wohnungen, Ferienwohnungen, Mietobjekte und eigenen Gebäude mit ihren Wohnraumkapazitäten in eine zeitliche Übersicht gebracht worden“, klärte Monika Böse den Ausschuss auf.

Diese diene als Grundlage für die Berechnung der benötigten Wohnraumkapazitäten. Konkret zeige sich, dass es weiterhin erforderlich sei, Wohnraum zu schaffen. Für die nahe Zukunft werden derzeit die Voraussetzungen geprüft, um Personen auf dem Gelände des Stifts Tilbeck unterzubringen. Hier sind neben den baulichen Voraussetzungen auch die interkulturellen Bedingungen zu schaffen. Hier könnten bis zu 30 Menschen untergebracht werden.

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