Di., 23.02.2016

Flüchtlingsbetreuung Individuelle Betreuung notwendig

Kristoph Koch arbeitet seit Kurzem als Sozialpädagoge bei der Gemeinde Havixbeck und ist für die Arbeit mit den Flüchtlingen zuständig.

Kristoph Koch arbeitet seit Kurzem als Sozialpädagoge bei der Gemeinde Havixbeck und ist für die Arbeit mit den Flüchtlingen zuständig. Foto: Klaus de Carné

Havixbeck - 

Der Sozialpädagoge Kristoph Koch ist in der Gemeinde Havixbeck seit Kurzem für die Arbeit mit Flüchtlingen zuständig.

Von Klaus de Carné

Ein neues Gesicht im Rathaus: Kristoph Koch ist seit gut einer Woche in der Verwaltung tätig. Der 31-Jährige ist extra für die Arbeit mit den Flüchtlingen eingestellt worden. Dass in dem Bereich das Personal aufgestockt wurde, ist absolut kein Luxus, da als direkte Ansprechpartnerin für die Flüchtlinge lediglich die Leiterin des Familienbüros, Martina Edelkamp, zuständig war. Zwar sind auch immer alle Mitarbeiter gefragt, aber jetzt gibt es für den Bereich eine Entlastung.

Für Kristoph Koch ist die Arbeit mit Flüchtlingen nicht neu. Er war bis vor Kurzem bei der AWO in Ahlen beschäftigt. Dort war er in den Orten Sendenhorst und Ostbevern eingesetzt. „Hauptsächlich habe ich in Ostbevern mit den Menschen gearbeitet“, berichtet Koch im WN-Gespräch.

In den vergangenen Tagen hat er sich einen Überblick in der Gemeinde verschafft. Alleine die Flüchtlingsunterkünfte sind schon zahlreich. „Gut, dass die Gemeinde an einer dezentralen Unterbringung festgehalten hat. Dies ist für alle Beteiligten eine bessere Ausgangslage“, schätzt Koch die Vorgehensweise seines neuen Arbeitgebers ein. Wenn alle Einzelpersonen und Familien verteilt wären, dann sei das schon mal ein Normalzustand für das Leben. „Und dies ist ganz wichtig für die Integration der Menschen, die zu uns kommen“, spricht der Sozialpädagoge aus seiner Erfahrung. In großen Unterkünften fehle der Anreiz für das Tägliche. Mit der dezentralen Unterbringung hat Koch schon in Ostbevern Erfahrungen gemacht.

Die Betreuung in Großstädten und auf dem Lande, sei sehr unterschiedlich. Die Flüchtlinge suchten in kleinen Gemeinden schon viel mehr den Kontakt, als in einer unübersichtlichen Stadt. Koch weiß auch, dass nicht die Herkunft aus einem bestimmten Land den besseren Flüchtling ausmacht. Dies sei eine individuelle Einstellung jedes Einzelnen. „Nicht die Kultur, sondern das Individuum spielt dabei die große Rolle“, erklärt der erfahrene Sozialpädagoge. Bei einer Zahl von 1000 Menschen seien immer welche dabei, die einem nicht sympathisch seien. Dies sei überall auf der Welt so. Wenige würden negativ auffallen. „Ich bin immer freundlich empfangen worden, weil ich immer zunächst positiv auf die Personen zugehe“, erklärt Koch. Es liege an der persönlichen Einstellung. Viele Kulturen würden grundsätzlich erst einmal ihre Gäste ins Haus bitten und auch etwas anbieten. Dass es dabei Ausnahmen gibt, will Koch gar nicht in Abrede stellen.

Kristoph Koch hat Sozialpädagogik studiert und ist sowohl Sozialpädagoge als auch Sozialarbeiter. Vor seiner Ausbildung hat er ein Soziales Jahr in Bethel absolviert. Im Praxissemester war er in der Wartburgschule in Münster für den Bereich Schulsozialarbeit zuständig.

Sein Wunsch ist es, in Havixbeck viele Kontakte zu Flüchtlingen aber auch zu Bürgern aufzubauen. „Das interessante an meinem Beruf ist es, Menschen zu treffen und sie kennenzulernen“, so der neue Mitarbeiter der Gemeinde.

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