Mo., 29.02.2016

Handy-Recycling Raus aus der Schublade

Im Foyer der Anne-Frank-Gesamtschule steht eine Sammelbox, in die alte Handys geworfen werden können. Am kommenden Freitag können ausgediente Mobiltelefone auch auf dem Wochenmarkt abgegeben werden.

Im Foyer der Anne-Frank-Gesamtschule steht eine Sammelbox, in die alte Handys geworfen werden können. Am kommenden Freitag können ausgediente Mobiltelefone auch auf dem Wochenmarkt abgegeben werden. Foto: Ansgar Kreuz

Havixbeck - 

Schüler der Mutoto-AG der Anne-Frank-Gesamtschule sammeln am Freitag (4. März) auf dem Wochenmarkt alte Handys ein, um diese zum Recycling zu geben.

Von Ansgar Kreuz

Millionenfach liegen alte Handys in Schubladen, Kisten und Regalen nutzlos herum. Dabei enthalten diese ausrangierten Mobiltelefone oder Smartphones wertvolle Rohstoffe, die im Recyclingprozess zurückgewonnen und in neuen Produkten wiederverwendet werden könnten. Daher starten die Schüler der Mutoto-AG der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) eine Sammelaktion auf dem Havixbecker Wochenmarkt.

Am kommenden Freitag (4. März) bauen die Mädchen und Jungen in der Fußgängerzone einen Informationsstand auf. Auch die Sammelbox, die bereits seit dem Herbst 2012 im Eingangsbereich der Anne-Frank-Gesamtschule steht, bringen sie mit. Von 14 bis 17 Uhr nehmen die Schüler alte Handys entgegen und informieren über ihre Initiative.

Im Vorfeld der Aktion hat die Mutoto-AG einige Fakten zusammengetragen. „In den Smartphones, die wir täglich in den Händen halten, sind Kupfer, Kobalt, Palladium, Gold, Silber, Glas, Keramik und verschiedene Kunststoffe“, erläutert Theresa Hülsmann. „Deutschlandweit schlummern 80 Millionen Handys in den Schubladen.“

Da die Anne-Frank-Gesamtschule über den Verein Mutoto aus Münster Kontakte zu einer Partnerschule in Lubumbashi in der Demokratischen Republik Kongo pflegt, interessierte die Arbeitsgemeinschaft der Abbau von Rohstoffen in dem afrikanischen Land in besonderer Weise. „Der in Handys enthaltene wichtige Rohstoff Coltan wird im Kongo abgebaut“, erläutert Heiner Meschede, der als Lehrer die Mutoto-AG betreut. Nach den Recherchen der Schüler ergeben sich beim Abbau der wertvollen Rohstoffe vier große Problempunkte: Kinderarbeit, fehlende Sicherheit in den Minen, große Umweltschäden sowie ein ewiger Konflikt beziehungsweise Bürgerkrieg.

Neben der Vermittlung der Idee, vermehrt Handys zur Wiederverwertung abzugeben, wollen die Schüler auf die Situation im Kongo aufmerksam machen. „Die Metalle aus den Handys werden recycelt und unsere Schule bekommt pro Handy 1,50 Euro“, berichtet Theresa Hülsmann. Das Geld fließt in die Projekte der Mutoto-AG. Diese baut derzeit unter anderem Elektronikkästen, die der Schule in Lubumbashi zur Verfügung gestellt werden sollen.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3838158?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F162%2F