Mi., 10.05.2017

Anne-Frank-Gesamtschule Juniorwahl hebt Wahlbeteiligung

Die NRW-Juniorwahl hat AFG-Lehrerin Carola Terhürne (3.v.l.) zusammen mit dem Wahlvorstand gut vorbereitet.

Die NRW-Juniorwahl hat AFG-Lehrerin Carola Terhürne (3.v.l.) zusammen mit dem Wahlvorstand gut vorbereitet. Foto: AFG

Havixbeck - 

Die Spannung vor der NRW-Landtagswahl am kommenden Sonntag (14. Mai) steigt – auch an der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) Havixbeck.

Die Spannung vor der NRW-Landtagswahl am kommenden Sonntag (14. Mai) steigt – auch an der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG) Havixbeck. Dort werden am heutigen Mittwoch vor der eigentlichen Landtagswahl schon fast 500 Schüler ihre ausgefüllten Stimmzettel abgeben. Das Ergebnis dieser schulinternen Wahl wird am Wahlsonntag ab 18 Uhr veröffentlicht.

Teilnehmer an der Wahl sind Schüler, die noch nicht 18 Jahre alt sind, sich aber im Politikunterricht intensiv mit den Wahlen zum Landtag beschäftigt haben. Schüler Stefan Mühlenbeck führt den eigens gewählten Wahlvorstand bestehend aus Mitgliedern der Schülervertretung (SV) für die AFG-interne Wahl an.

Zusammen mit weiteren Wahlhelfern wurde die „AFG-Landtagswahl“ professionell vorbereitet: Wahllisten wurden erstellt, Wahlbenachrichtigen an die Wählerinnen und Wähler rechtzeitig ausgegeben. Vier Wahlkabinen stehen am Wahltag zur Verfügung. Die Wahlzettel mit den offiziellen Daten der Parteien, die zur NRW-Wahl antreten, sind gedruckt. Die Wahlurne wird wie – auch bei der richtigen Wahl – versiegelt sein. So können die 500 AFG-Schüler wählen nach Vorgabe des Grundgesetzes: Die Wahlen sind frei, geheim und gleich.

Mit dieser Aktion nimmt die Anne-Frank-Gesamtschule schon zum zweiten Mal an der „ Juniorwahl“ teil, einer Initiative des Vereins Kumulus. Bundesweit wird das Projekt zur politischen Bildung gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und durch die Bundeszentrale für politische Bildung. Zudem unterstützen zahlreiche Kultusministerien und die Landeszentrale für politische Bildung das Projekt.

„Ziel der Juniorwahl ist das Üben und Erleben von Demokratie“, erklärt AFG-Lehrerin Carola Terhürne, die zusammen mit ihren Kollegen Sebastian Webbeler und Henning Winter das Projekt an der Havixbecker Schule betreut. Seit 1999 werde das Projekt bundesweit zu allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen durchgeführt. Seither hätten sich mehr als 1,5 Millionen Jugendliche beteiligt. Damit zähle die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland.

„Wissenschaftliche Untersuchungen verschiedener renommierter Universitäten zum Projekt haben aufgezeigt, dass die Wahlbeteiligung der Eltern teilnehmender Jugendlicher bei der tatsächlichen Wahl um durchschnittlich vier Prozent höher lag“, berichtet Carola Terhürne.

„Die Zahl jugendlicher Zeitungsleserinnen und -leser verdreifachte sich, zudem sank der Anteil der Nicht-Wähler von 21 auf unter 7 Prozent.“ Politikunterricht, wie er nicht im Buche stehe, so die AFG.

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