Di., 20.06.2017

Anne-Frank-Tag „Kitty“ wird 75 Jahre alt!

Geschichtslehrerin Emily Stevermüer initiierte an der AFG den Anne-Frank-Tag, da das Tagebuch „Kitty“ 75 Jahre alt wurde.

Geschichtslehrerin Emily Stevermüer initiierte an der AFG den Anne-Frank-Tag, da das Tagebuch „Kitty“ 75 Jahre alt wurde. Foto: AFG

Havixbeck - 

Am ersten Anne-Frank-Tag beteiligte sich auch die Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck. Der Anlass: Anne Frank hat vor 75 Jahren begonnen, ihr Tagebuch zu schreiben.

Am 12. Juni wurde „Kitty“ 75 Jahre alt. Kitty, das ist das Tagebuch von Anne Frank, die stets jede Eintragung in dieses Büchlein mit den Worten „Liebe Kitty“ begann.

Vor 75 Jahren begann Anne Frank, Gedanken und Erlebnisse ihrem Tagebuch anzuvertrauen. Anlass genug für den ersten Anne-Frank-Tag. In mehr als 70 Schulen in ganz Deutschland fand in der vergangenen Woche dieser Gedenktag statt.

In Kooperation mit dem Anne-Frank-Zentrum beteiligte sich auch die Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG) an diesem Gedenken und erinnerte an Anne Frank und an die Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Der sechste Jahrgang der AFG präsentierte eine kleine Ausstellung zu Anne Frank und ihrem Tagebuch. Intensiv befassten sich die Schülerinnen und Schüler mit damaligen Tagebucheintragungen. Und sie wollten wissen: Wer schrieb im Nationalsozialismus noch Tagebuch und was können wir heute daraus lernen? Außerdem beschäftigen sich die Kinder mit der Frage, warum es auch heute noch gut sein kann, ein Tagebuch zu führen.

Anne Frank bekam von ihren Eltern zu ihrem 13. Geburtstag das Tagebuch geschenkt. Wenig später musste Anne mit ihrer Familie in Amsterdam untertauchen. Im Versteck schrieb Anne ihre Tagebücher. Sie verbrachte viel Zeit mit dem Schreiben. Für die Schülerinnen und Schüler war klar: „Ein Tagebuch zu schreiben ist wichtig, da man ihm alles erzählen kann, und Anne Frank hat es sicher geholfen, ein Tagebuch zu schreiben, da sie in ihrem Versteck einsam war. Außerdem war Kitty vielleicht auch ein Sorgenfresser für sie.“

Die Schülerinnen und Schüler blickten jedoch nicht nur zurück, sondern wollen mit dieser Aktion aktiv ein Zeichen setzen gegen Antisemitismus und Rassismus und für Demokratie. Und sie wollen deutlich machen, wie gut es tut, eigene Gedanken und Erlebnisse in einem Tagebuch festzuhalten. Zwei Schülerinnen erzählten, warum sie Tagebuch schreiben:

„Ich kann meinem Tagebuch gut meine Gefühle anvertrauen und später auf alles zurückblicken.“ „Ein Tagebuch ist wie ein Freund, dem man alles sagen und anvertrauen kann. Es macht mir Spaß und ich kann so noch einmal über alles, was ich erlebt habe, nachdenken.“

Ein großes Wandbild von „Kitty“ hängt nun im Flur des sechsten Schuljahrgangs, lädt die Schülerinnen und Schüler der AFG weiter ein, eigene Gedanken festzuhalten: Wie können wir an Anne Frank erinnern und was können wir tun, damit niemand in unserer Gesellschaft aufgrund seiner Herkunft, Religion oder seines Aussehens ausgeschlossen wird?

Diese Antworten sind dort mittlerweile zu lesen:

„Wir können uns fragen, was Gründe sind, warum Leute ausgegrenzt werden, damit das nicht noch einmal passiert.“

„Wir sollten alle so behandeln, wie wir auch behandelt werden möchten, und uns in die anderen Menschen hineinversetzen.“

„Man sollte Menschen nicht mit Vorurteilen bewerten, sondern erstmal kennenlernen.“

„Auch der Name unserer Schule erinnert immer wieder an Anne Frank. So bleibt sie unvergessen!“

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