Fr., 30.06.2017

Entlassfeier Anne-Frank-Gesamtschule „Das Leben ist nicht planbar“

Der bislang größte AFG-Abitur-Jahrgang: 88 Schüler und Schülerinnen wurden mit dem Abiturzeugnis verabschiedet.

Der bislang größte AFG-Abitur-Jahrgang: 88 Schüler und Schülerinnen wurden mit dem Abiturzeugnis verabschiedet. Foto: Maxi Krähling

Havixbeck - 

88 Abitur-Zeugnisse wurden am Freitag in der Anne-Frank-Gesamtschule überreicht. Am Abend findet der Abi-Ball statt.

Von Klaus de Carné

Alle Türen der St.-Dionysius-Kirche waren am Freitagmorgen weit geöffnet. Dies lag nicht am Wetter, sondern sollte ein Zeichen sein für die Offenheit der Abiturienten, die in der Kirche einen ökumenischen Abschlussgottesdienst feierten. Pfarrer Dr. Oliver Kösters lud zu einem kurzen Schweigen ein, um die Aufgeregtheit zu minimieren, aber auch um Kraft, Orientierung und den Gemeinschaftsgedanken noch einmal zu reflektieren.

Pastoralassistent Christoph Schulte wandte sich an die jungen Erwachsenen und sprach von einem Einschnitt im Leben der Abiturienten. „Es ist der letzte Tag in der Schule, die ihr lange besucht habt.“ Man sehe vielleicht viele Mitschüler über Jahre nicht mehr. Es sei jetzt die Zeit gekommen, um die Gegend zu verlassen und die Welt zu erkunden. Kraft, Mut und Feuer sollten die jungen Menschen mitnehmen, um die Schwächsten im Leben zu begleiten. Sein Anliegen: „Passt auf euch und andere Mitmenschen auf. Lebensfeindliche Richtungen dürft ihr nicht gehen. Lasst euch darauf nicht ein.“

Fotostrecke: Abitur-Entlassfeier der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck

Nach einem eindrucksvollen Gottesdienst begrüßte Schulleiter Dr. Torsten Habbel alle Schüler, Eltern und Gäste im AFG-Forum. Mit 88 Abiturienten sei dies bislang der größte Jahrgang, der die Schule verließe. „Auch wenn andere bislang in eurem Leben mitentscheiden konnten, so nehmt ihr nun selbst das Heft in die Hand“, so Dr. Habbel.

Er ging mit verschiedenen Punkten auf das Leben an sich und die Erfahrungen von Menschen ein. Was Menschen bereuen würden, wurden sie in einer Studie befragt. Dies wurde meistens nicht beantwortet, da Fehler menschlich seien. Vielmehr würden Dinge bereut, weil man die Chancen im Leben nicht wahrgenommen habe.

„Menschen bereuen weniger, was sie falsch gemacht haben, sondern vielmehr, was sie nicht getan haben“, sagte Habbel. Wenn er zurückblicke, dann bereue er, dass er nach dem Abitur nicht zu einem Auslandsjahr aufgebrochen sei, sondern nur bis München gekommen sei. Das Leben sei nicht vollständig planbar. „Lasst Euch überraschen, denn das Leben ist bunt. Ergreift die Möglichkeiten, die das Leben bietet“, gab der Schulleiter den Abiturienten mit auf den Weg.

Bürgermeister Klaus Gromöller gratulierte den 88 Schülerinnen und Schülern. Er zeigt sich erstaunt, wie erfolgreich der Jahrgang abgeschnitten hätte. „16 von ihnen haben einen Einserschnitt bekommen“, so Gromöller. Mut und Kraft für das bevorstehende weitere Leben wünschte er den jungen Menschen. Er richtete sich auch an die Eltern, die die Höhen und Tiefen des Lebens ihrer Kinder begleiten.

An die Lehrer gewandt bedankte sich Gromöller bei den Pädagogen, die ein solides Fundament gelegt hätten und für die Ausprägung des Oberstufenzentrums sorgen würden. „Die erfolgreiche Ausprägung der Oberstufe hat dazu beigetragen, das Profil unserer Schule zu schärfen“, so Gromöller.

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