Fr., 14.07.2017

Herbert Thees verabschiedet AFG deutlich mitgeprägt

Auf Wiedersehen: Herbert Thees mit seiner Frau Christa, Schulleiter Dr. Torsten Habbel und Gründungsschulleiter Hannes Niehaus im Kreis des gesamten Kollegiums der Anne-Frank-Gesamtschule.

Auf Wiedersehen: Herbert Thees mit seiner Frau Christa, Schulleiter Dr. Torsten Habbel und Gründungsschulleiter Hannes Niehaus im Kreis des gesamten Kollegiums der Anne-Frank-Gesamtschule. Foto: AFG

Havixbeck - 

Herbert Thees, Didaktischer Leiter der Anne-Frank-Gesamtschule, wurde in den Ruhestand verabschiedet.

Eine bewegende Abschiedsfeier erlebte am Donnerstagabend die Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG). Alle waren ins Forum der Schule gekommen: das gesamte AFG-Kollegium, Kolleginnen und Kollegen aus anderen Schulen und viele Ehemalige der AFG, so auch Gründungsschulleiter Hannes Niehaus und die ehemaligen Abteilungsleiter der Gesamtschule, Dr. Christa Degemann-Lickes, Detlef Kuckelsberg und Karl-Heinz Möllers. Die Gemeinde Havixbeck wurde durch Monika Böse vertreten.

Der Anlass: Herbert Thees, seit 25 Jahren Lehrer an der AFG und seit 23 Jahren deren Didaktischer Leiter und somit auch Mitglied der Schulleitung, wurde in den Ruhestand verabschiedet. Was für eine Rolle Thees als Didaktischer Leiter spielte und wie er in dieser Form die Schule mitgeprägt und weiterentwickelt hat, das wurde in den Reden und in den vielen kreativen Beiträgen des Kollegiums deutlich. Schulleiter Dr. Habbel würdigte die Arbeit in einer sehr persönlichen Rede: „Wer sich für die AFG interessiert, wird immer wieder den Namen Herbert Thees finden und seine Handschrift entdecken. Das Beratungskonzept der Schule, das Trainingsraumkonzept, GI@school oder unser Herzstück, die Lang- wie die Kurzfassung des Schulprogramms. Bei allen wichtigen Dokumenten und Konzepten hast Du, Herbert, entscheidend mitgearbeitet.“

Der Didaktische Leiter habe stets Menschen gesucht und gefunden, mit denen er gemeinsam Prozesse gestalten konnte. Dabei habe Herbert Thees sich nie mit der einfachen Lösung zufrieden gegeben, sondern stets die beste gesucht. Als Didaktischer Leiter entwickelte und gestaltete Herbert Thees auch die Struktur der Schule entscheidet mit. Die Etablierung vieler Arbeitsgruppen ging auf seine Initiative zurück. Diese Arbeitsgruppen stellten sich der Aufgabe, neue Ziele abzustecken, neue Vorgaben und Ideen pädagogisch und konzeptionell aufzugreifen und umzusetzen. So arbeitete Thees nicht nur in der Schulleitung und in der Steuergruppe der Schule mit.

Die AFG-Schulleitung hatte zum Abschied ihres Kollegen einige Beiträge vorbereitet und mit großer Freude vorgetragen.

Die AFG-Schulleitung hatte zum Abschied ihres Kollegen einige Beiträge vorbereitet und mit großer Freude vorgetragen. Foto: AFG

Die AG „Der Individualisierung Raum geben“ lang ihm besonders am Herzen. Die Teamsprecherrunde geht auf die Initiative des Didaktischen Leiters zurück und ist ein Kern der als Teamschule aufgebauten AFG. Die Vernetzung der Fachkonferenzen gehörte weiter zu den ureigenen Aufgaben der Didaktischen Leitung. Gleiches gilt für die Gestaltung des Ganztages, der durch seine Rhythmisierung, AG-Angeboten und Arbeitsstundenkonzept die Handschrift von Herbert Thees trägt.

Zum Schluss wünschte Schulleiter Habbel seinem Kollegen für die Zukunft alles Gute: „Lieber Herbert, wir verabschieden uns heute von Dir als unserem Didaktischen Leiter. Wir tun das nicht gerne, wir werden Dich vermissen. Du hinterlässt große Lücken, die so schnell nicht zu schließen sind.“ Die Schulleitung verabschiedet sich von ihrem Leitungsmitglied mit einem Apfelbaum – genannt „Apple-Baum“, in Anlehnungen an eine PC-Leidenschaft des Didaktischen Leiters.

Statt mit einer Rede verabschiedete sich Thees mit einem bewegenden selbst produzierten Film von seinen Kollegen. In Windeseile flogen Bilder und Fotos aus vergangenen Jahren vorbei, erinnerten an viele Ereignisse und an viele Kolleginnen und Kollegen. Viele Gedanken zum Schluss der Karriere und zum Abschied von den Kolleginnen und Kollegen flossen in diesen Film ein. Thees: „Ein Vierteljahrhundert war die AFG mein Arbeitsplatz. Und ich war sehr gerne hier. Hier begegnete ich interessanten Menschen, hier entwickelte ich viele persönliche Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen, konnte vieles für die Schule gemeinsam im Dialog erarbeiten. Dabei prägte ein tiefes Vertrauensverhältnis die Arbeit im Kollegium.

Das ist eine Stärke unserer Schule.“ Ratschläge mochte der scheidende Didaktische Leiter zunächst nicht geben. Dann sprudelte es doch aus ihm heraus: „Behaltet euch ein positives Schülerbild. Die Individualisierung des Lernens ist eine Reise ins Neuland. Sie muss und wird gelingen.“

Nach vielen weiteren musikalischen und kulturellen Beträgen, die die ganze Vielfalt und Kreativität der Schule zeigten, übergaben die dienstältesten Kollegen, Claudia Spliethoff und Robert Hülsbusch, ihrem scheidenden Kollegen das Geschenk: ein Album mit Fotos aus dem AFG-Leben und mit Fotos von allen Teams sowie zwei Konzertkarten in der neuen Elbphilharmonie in Hamburg.

Dort finden sich nationale und internationale Jazzgrößen zu einem Jubiläumskonzert ein. Robert Hülsbusch: „Die Zeiten ändern sich, aber eines bleibt: mehr als jede andere Kunstform berührt Musik die Menschen unmittelbar. Musik bewegt das Herz und die Seele genauso wie den Geist. Diese Bewegung wünschen wir, lieber Herbert, für deine weitere Zukunft.“

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