Sturmbilanz
90 freiwillige Helfer im Einsatz

Havixbeck -

Am Tag nach dem gewaltigen Sturm waren am Freitagmorgen in Havixbeck überall die Motorsägen zu hören.

Freitag, 19.01.2018, 15:01 Uhr

Viele Bäume liegen in Havixbeck noch in den Gärten. Dieser Baum stand an der Blickallee und schlug in den Garten des Hauses Sudhues ein. Das starke Wurzelwerk konnte den alten Baum nicht mehr halten.
Viele Bäume liegen in Havixbeck noch in den Gärten. Dieser Baum stand an der Blickallee und schlug in den Garten des Hauses Sudhues ein. Das starke Wurzelwerk konnte den alten Baum nicht mehr halten. Foto: Klaus de Carné

Am Tag nach dem gewaltigen Sturm waren am Freitagmorgen in Havixbeck überall die Motorsägen zu hören. Viele umgestürzte Bäume liegen aber nach wie vor unbearbeitet in den Gärten. An der Blickallee stürzte ein alter Baum mit seiner ganzen Länge in den Garten des Hauses Sudhues. Das gewaltige Wurzelwerk konnte den dicken Stamm einfach nicht halten. „Ich habe den Baum in Zeitlupe fallen sehen. Es war irgendwie auch grausig, dies mit anzusehen“, so ein Anwohner.

Den letzten Einsatz hatte die Freiwillige Feuerwehr Havixbeck gegen 22 Uhr. „Da wurde der letzte Baum auf der Schützenstraße beseitigt“, berichtete Feuerwehr-Pressesprecher Ingo Spindelndreier.

Das Technische Hilfswerk Havixbeck war ebenfalls den ganzen Tag mit im Einsatz. Insgesamt waren es immerhin 90 Einsatzkräfte, die für die Bürger im Einsatz waren. Der Malteser Hilfsdienst stellte eine Bereitschaft mit einem Krankenwagen zur Eigensicherung der eingesetzten Helfer zur Verfügung. Ebenso kam die Drehleiter der Feuerwehr aus Appelhülsen zum Einsatz, da eine Solaranlage auf einem Dach im Habichtsbach abgerissen war und gesichert werden musste.

Das Pumpwerk der Kläranlage in Hohenholte war ebenfalls über mehrere Stunden ausgefallen und wurde vom Löschzug Hohenholte mit Strom versorgt.

Etliche Bäume lagen in Stromleitungen oder der Wind hatte Stromleitungen zerrissen. Diese Einsatzstellen wurden von der Feuerwehr weiträumig abgesperrt bis Westnetz eintraf. Viele Straßen im Ort wurden durch die Feuerwehr gesperrt, da etliche Dachziegel auf die Straße oder den Bürgersteig gefallen waren.

Durch einen technischen Defekt löste während der Aufräumarbeiten die Brandmeldeanlage im Stift Tilbeck aus und verursachte einen Großeinsatz der Löschzüge Havixbeck und Hohenholte. Zum Glück wurde der technische Defekt schnell festgestellt und die Kameraden konnten sich wieder an die Beseitigung der Sturmschäden machen.

Alle Kunden der Westnetz im Münsterland sind wieder versorgt. Trotz vieler zum Teil erheblicher Schäden an den Stromleitungen der Westnetz, haben die Mitarbeiter die Stromversorgung inzwischen vollständig wieder hergestellt. Die ganze Nacht waren sie im Einsatz, um die noch verbliebenen Versorgungsunterbrechungen zu beheben. Immer noch kommen neue Schadensmeldungen hinzu. Teilweise wird derzeit die Versorgung durch Notstromaggregate gewährleistet.

Immer noch arbeiten 130 Techniker von Westnetz und deren Partnerfirmen unter Hochdruck daran, die Schäden an den Leitungen aufzunehmen und schnellstmöglich zu reparieren. An vielen Stellen werden die Reparaturarbeiten durch Ausholzungsmaßnahmen begleitet.

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