Glasfaseranschluss
Zukunftsweisende Technologie

Havixbeck -

Was der Breitbandausbau möglich macht, wie er vonstattengeht und was die Havixbecker selbst dafür leisten müssen, stand im Zentrum des Infoabends.

Sonntag, 04.02.2018, 07:02 Uhr

Bürgermeister Klaus Gromöller sieht im Ausbau des Glasfasernetzes eine Investition in die Zukunft.
Bürgermeister Klaus Gromöller sieht im Ausbau des Glasfasernetzes eine Investition in die Zukunft. Foto: Maxi Krähling

Das Thema Glasfaser interessiert die Havixbecker. Hatten im Vorfeld Plakate, Hinweisschilder und ein Brief des Bürgermeisters an jeden Bürger im Ort auf das Thema aufmerksam gemacht, so waren viele Interessierte am Donnerstagabend zum Informationsabend des Unternehmens Deutsche Glasfaser ins Forum der AFG gekommen. Was der Breitbandausbau möglich macht, wie er vonstattengeht und was die Havixbecker selbst dafür leisten müssen, stand im Zentrum dieses Abends.

Denn die Deutsche Glasfaser braucht eine Basis an Abnehmern, um in einer Gemeinde den Ausbau zu starten. Dies wird in der sogenannten Nachfragenbündelung erfasst. Mindestens 40 Prozent der Haushalte in Havixbeck müssen bis zum Stichtag (16. April) einen Vertrag für einen Glasfaseranschluss abschließen. Nur dann startet der Ausbau.

„Jetzt lohnt sich der Ausbau, auch für die nächsten 20 Jahre“, erklärte der Projektleiter für Havixbeck, René Fuchs . Denn die Glasfaser löse die bestehenden Kupferkabel ab, die derzeit das Internet und teils das Fernsehprogramm in die Haushalte brächten. „Die Kupferkabel sind nicht für derart große Datenmengen gedacht. Bei der Glasfaser gibt es kein Datenvolumen ‚bis zu‘. Hier bekommt jeder Abnehmer die zugesicherte Bandbreite im Up- und Download“, so René Fuchs.

Anders als bei der jetzigen Situation bekommt jeder Haushalt mindestens ein eigenes Kabel vom Verteilerkasten bis ins Haus gelegt. Auch bei Mehrfamilienhäusern bekommt jede Wohneinheit ein eigenes Glasfaserkabel. Momentan zweigen die Internetleitungen für die Haushalte von einer gemeinsamen Hauptleitung ab. Daher die mögliche schwankende Signalstärke.

Damit die Glasfaser ins Haus kommt, muss gebuddelt werden. „Auf dem Bürgersteig entsteht ein kleiner Schacht, über den Leerrohre ins Erdreich eingebracht werden. Über dieses Leerrohr wird die Glasfaser eingeblasen und schließlich in Ihrem Haus angeschlossen. Die Bauarbeiten pro Hausanschluss dauern nicht länger als einen Tag“, erklärte Peter König, Projektleiter in Sachen Bau in Havixbeck. Bei einem weiteren Termin erfolgt dann der endgültige Anschluss im Haus an die Glasfaser.

Damit die nötigen 40 Prozent zustande kommen, lockt Deutsche Glasfaser mit folgendem Angebot: „Alle, die sich bis zum Stichtag entscheiden, bekommen den Hausanschluss kostenlos. Der kostet sonst mindestens 750 Euro für ein Einfamilienhaus“, verriet René Fuchs. Die Deutsche Glasfaser bietet derzeit Datenpakete von 100 Mbit/s bis 1000 Mbit/s an. Je nach Paket kommen auf die Abnehmer im ersten Jahr monatliche Beträge zwischen 24,99 Euro und 104,99 Euro zu. Außerdem müssen sie einmalig die Bereitstellungsgebühr von 50 Euro und den Router mit 39,99 Euro finanzieren.

„Ich bin daran interessiert, dass das Netz ausgebaut wird, auch als Privatmann. Wir haben erst vor Kurzem das Vectoring der Telekom bekommen, das mag für jetzt ausreichen. Aber für ein zukunftsfähiges Netz kann man nicht ausschließlich auf Kupfer setzen. Wir haben hier ein wirklich gutes Angebot der Deutschen Glasfaser für unsere Gemeinde. Das ist die einmalige Chance, ein Stück Infrastruktur zu bekommen, das zukunftsträchtig ist“, zeigte sich Bürgermeister Klaus Gromöller überzeugt.

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