Jugendliche in Taizé
In der Stille zu sich finden

Havixbeck -

Zum dritten Mal machten sich zwölf Jugendliche aus Havixbeck auf den Weg nach Taizé. Vor ihrer Firmung im Jahr 2016 waren sie das erste Mal dort.

Montag, 16.04.2018, 20:04 Uhr

Bereits zum dritten Mal reisten junge Havixbecker nach Taizé in Frankreich, um dort die Gemeinschaft mit vielen Jugendlichen aus ganz Europa zu erleben.
Bereits zum dritten Mal reisten junge Havixbecker nach Taizé in Frankreich, um dort die Gemeinschaft mit vielen Jugendlichen aus ganz Europa zu erleben. Foto: Katholische Kirchengemeinde

Zusammen mit weiteren 70 Jugendlichen stiegen zwölf Mädchen und Jungen der Pfarrgemeinde St. Dionysius und St. Georg mit ihren beiden Betreuern in den Bus nach Taizé. Mit im Reisegepäck waren ein dicker Schlafsack und Isomatte. Die brauchte man auch, wenn man einen Schlafplatz in den Baracken ergattern konnte und bei den zum Teil noch frostigen Temperaturen nicht im Zelt übernachten musste.

Es war die dritte Taizé-Fahrt der Gruppe. Vor der Firmung 2016 sind sie zum ersten Mal dort gewesen. „Nach Taizé kommen, ist wie nach Hause kommen“, formulierte es eine der Jugendlichen. Und das nicht nur, weil man jedes Jahr bekannte Gesichter aus ganz Deutschland und Europa wiedertreffe. Die Offenheit und Gemeinschaft sind es, die die Jugendlichen an diesem Ort in Frankreich faszinieren.

In bunt zusammengewürfelten Kleingruppen trafen sich die jungen Leute täglich zum Bibelgespräch, in einer anderen Gruppenzusammensetzung zum Arbeiten. Sebastian hatte sich ins Küchenteam einteilen lassen. „Wir kochen in fünf Töpfen“, berichtet er. „Ein Topf fasst 600 Essen.“ Alles genau kalkuliert, damit es für die circa 2900 Teilnehmer reicht.

Andere Jungen arbeiten im „Cardol“. Sie sind für kleinere Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten zuständig. Die Mädchen posten: „Wir kommen heute später zu unserem Gruppentreffen. Es fehlen noch Leute für die Essensausgabe. Da helfen wir aus.“ Ja, und in so einer Gemeinschaft können selbst das Müllsammeln und Toilettenputzen Spaß machen, heißt es in einer Mitteilung der Katholischen Kirchengemeinde.

Zum Tagesablauf in Taizé gehörten täglich drei Gottesdienste. Dazu verteilten Teilnehmer an den Eingängen der Kirche Liederbücher. Neben meditativen Gesängen und wenigen kurzen Bibeltexten war eine siebenminütige Zeit der Stille Bestandteil der Gebetszeit.

„Die Stille tut total gut. Da kann man zu sich selbst finden“, ist die übereinstimmende Meinung der Jugendlichen. Einig sind sie sich auch, dass die Gottesdienste ansprechend waren: „In den Gottesdiensten kann ich sein, wie ich bin. Da fühle ich mich wohl.“ Auch im kommenden Jahr wollen die Jugendlichen daher wieder nach Taizé reisen.

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