„Center for Literature“ auf Hülshoff
Wieso überhaupt noch Lesungen?

Havixbeck -

Unter der Leitung von Gründungsdirektor Dr. Jörg Albrecht eröffnet am 24. August (Freitag) das „Center for Literature“ (CfL) auf Burg Hülshoff. Es soll Verbindungen zwischen lokalen, regionalen und internationalen Schriftstellern, Künstlern und dem Publikum stiften.

Donnerstag, 17.05.2018, 17:05 Uhr

Unter der Leitung von Autor Jörg Albrecht wird eine neue Institution entstehen, die die Rolle von Literatur in der Gesellschaft neu definieren wird.
Unter der Leitung von Autor Jörg Albrecht wird eine neue Institution entstehen, die die Rolle von Literatur in der Gesellschaft neu definieren wird. Foto: Wilfried Gerharz

Am 24. August (Freitag) eröffnet das „Center for Literature“ (CfL) auf Burg Hülshoff. Unter der Leitung von Autor Jörg Albrecht und getragen von der Annette- von-Droste-zu-Hülshoff-Stiftung wird eine neue Institution entstehen, die die Rolle von Literatur in der Gesellschaft neu definieren wird.

„Wir wollen erforschen, was die öffentliche Dimension von Literatur heute sein kann: Wieso überhaupt noch Lesungen? Und – wenn ja – wie genau? Wie verändert sich Literatur, sobald wir sie nicht still lesen, sondern eben öffentlich? Was könnte eine Poetik des Publikums und des Public Space sein, des öffentlichen Raums?“, so Dr. Jörg Albrecht, Gründungsdirektor des CfL. „Das Center for Literature auf Burg Hülshoff wird weit über die Region hinausstrahlen, da sind wir uns sicher“, sagt Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Vorstandsvorsitzende der Droste-Stiftung. „Wir wollen, dass Leute aus der ganzen Republik und weit darüber hinaus zu uns kommen.“

Burg Hülshoff – Center for Literature versteht Literatur als Fest und als Dialog mit den anderen Künsten, mit der Wissenschaft und mit gesellschaftlichen Diskursen, Gruppen und Projekten. Als interdisziplinäre Institution bringt das CfL die Literatur zusammen mit unter anderem Film, Tanz, Musik, Medien- und Netzkunst sowie Architektur. Als produzierende Institution stiftet es Verbindungen zwischen lokalen, regionalen und internationalen Schriftstellern, Künstlern und dem Publikum.

Das CfL wird zudem mit der Kölner Kunsthochschule für Medien (KHM) kooperieren, die derzeit den Studienzweig „Literarisches Schreiben“ mit den Gastprofessoren Ulrich Peltzer und Navid Kermani aufbaut. Auf Hülshoff werden die Studierenden in Residenzen neue Projekte entwickeln.

Das CfL eröffnet mit den Droste-Tagen. In einem dreitägigen Programm unter dem Motto „COME CROSS ME“ mit Barbara Köhler, Fiston Mwanza Mujilia, Tilman Rammstedt und Peter Waterhouse dreht sich alles um Grenzüberschreitungen. Das Literaturvolksfest „SCHAUSTELLEN!“ wenige Wochen später, am 22. und 23. September, versammelt es eine Vielzahl von Schriftstellern wie Marcel Beyer, Nora Gomringer, Andreas Neumeister und Senthuran Varatharajah, die sich brennender gesellschaftlicher Baustellen annehmen – mit Witz und Ernst, mit Herzblut und Coolness, mit Freude an den Worten und Spaß bei der Sache.

Burg Hülshoff – Center for Literature wird ermöglicht durch eine Förderung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) sowie des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Festival „SCHAUSTELLEN!“ wird gefördert durch die Kunststiftung NRW, heißt es in einer Pressemitteilung.

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