Havixbeck

Di., 02.03.2010

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Boßeln immer beliebter

In die Knie gehen, die Richtung ausgucken und genau werfen: So spielten sich die Mannschaften des Tilbecker Boßel-Turniers durch die Bauerschaften.Foto: (Dieter Klein)
Von Dieter Klein

Havixbeck - „So ein Ei zu Ostern und die Hühner hätten es hinter sich“, kommentierte Willy aus Havixbeck - nicht ganz ernst gemeint - als er seine Boßelscheibe irgendwo auf halber Strecke in der Botanik vom Weg abgekommen verschwinden sah. Dabei war er nicht der Einzige, dem die asymmetrische Form der Boßelkugel einen Streich spielte.

So hatte das Tilbeck-Organisationsteam (Joachim Seichter, Bernhard Lammers, Uli Beilke, Reinhard Winter, Marlies und Hermann Rinn, sowie Sigrid und Helmut Böckelmann) zusätzlich neben den bereits bekannten Teflonscheiben diesmal einige bunte Boßelkugeln - mehr für die Anfänger gedacht - dabei.

Von denen doch einige unter mehr als 60 Teilnehmern im Laufe des Tages auf dem Hof von Hermann Finkenbrink in Bösensell eintrudelten, um an dem inzwischen schon traditionellen Boßel-Turnier des Freundeskreis des Stifts Tilbeck teilzunehmen.

„Mit einer Startgebühr von 20 Euro, für unterstützende Maßnahmen des Tilbecker Freundeskreises, ist jeder dabei“, so Joachim Seichter. Ein Bierdeckel-Pass um den Hals - fertig war die Identifizierung. Manchen, wie zum Beispiel den Roxeler „Gräftenflitzern“, waren die Regeln nicht neu, die ihnen Joachim Seichter (Koordinator Ehrenamt) mit auf die Reise durch die Bauerschaften gab. Ihnen war viel wichtiger, dass der Bollerwagen, den jede Mannschaft zur Verfügung gestellt bekam, mit genügend Kaltgetränken, Mülltüten, Würstchen und Toi­lettenpapier beladen war.

Für innerlichen Brennstoff hatten die Gruppen selbst vorgesorgt. Denn bei den nasskalten Regenschauern am Rand der Wirtschaftswege durch die Kley drohten Schniefnasen.

Natürlich warteten an einigen Stellen der rund vier Kilometer langen Strecke Stände mit heißem Kaffee und leckerem Kuchen. Zum Abschluss gab es bei Finkenbrink Tilbecker Grünkohl.

Trotz der miesen Wetterlage gab es unterwegs viel Gelächter. So für Willy, dem man als erstem die mitgeführte Harke in die Hände drückte. Und der dann fragte: „Was soll ich denn damit? Unkraut jäten?“ „Nein, damit bist du in der Lage, deine Boßelscheibe zu suchen. Und hoffentlich findest du sie wieder.“


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