Havixbeck
Mi., 01.09.2010
Der Sandstein ist lebendig
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Havixbeck - „Am 11. Juni 1994 war dann endlich das Ziel erreicht, auf das der Förderverein Baumberger-Sandstein-Museum hingearbeitet hatte“, erzählt der heutige Fördervereins-Vorsitzende, Ulrich Lork. In einer Feierstunde wurde das fertiggestellte Museum eröffnet. Minister Franz-Josef Kniola, der selbst 1981 die Meisterprüfung als Steinmetz- und Steinbildhauermeister abgelegt hatte, war eigens aus Düsseldorf angereist.
Heute besuchen jährlich rund 30.000 Besucher das Museum. Nicht nur die Dauerausstellung und die wechselnden Sonderausstellungen ziehen die Menschen an. Konzerte und verschiedenste Veranstaltungen sorgen für ein lebendiges Geschehen.
„Das Sandstein-Museum hat sich zum kulturellen Mittelpunkt Havixbecks entwickelt“, blickt Dr. Gerd Crößmann auf die Erfolgsbilanz zurück. Seit 2003 ist er der Geschäftsführer und immer aktiv, wenn es um neue Ideen und ein frisches Vereinsleben geht.
Der Bekanntheitsgrad und die hohe Wertschätzung des Museums reichen weit über die Region hinaus. Dafür sind in hohem Maße Museumsleiter Dr. Joachim Eichler und sein Team verantwortlich, das weiß auch der Förderverein. „Es läuft hervorragend“, urteilt Wolfgang Geschwinder.
125 Mitglieder hat der Förderverein zurzeit. Bis heute hat er das Museum mit Ausstellungsstücken und sonstigen Leistungen im Wert von circa 39.000 Euro unterstützt. Zu den Exponaten zählen beispielsweise der Sandstein-Kopf des Heiligen Josef oder ein Christus-Korpus. Auch das Modell des Steinbruchs Hesselmann konnte mit Mitteln des Fördervereins finanziert werden. Zum zehnjährigen Bestehen überreichte er dem Museum die Figur des Teitekerlken nach einer Zeichnung von Julia Koch-Suwelack. Der Bildhauer Wilfried Pinsdorf hatte die Skulptur geschaffen.
Die Außenanlagen im Eingangsbereich konnten mit Mitteln des Vereins neugestaltet werden, und im September 2003 wurde der Westfälische Sandsteinpfad mit elf Sandsteinmonolithen im Museumsgarten eröffnet.
Weitere Aktivitäten des Fördervereins sind die Havixbecker Museumsvorträge, Tagesfahrten und Exkursionen. Schnell ausgebucht sind die jährlichen Studienfahrten, die zu steinernen und anderen kulturellen Highlights führen. In diesem Jahr erlebte die Gruppe Dresden und Umgebung. Auch der Sandsteintreff im Rabertshof hat sich längst etabliert.
Der Arbeitskreis „Öffentlichkeit“ wurde 2002 ins Leben gerufen. Er ist so etwas wie der Motor des Ganzen. Hier werden die Weichen für die Vereinsarbeit gestellt, Vorhaben verschiedenster Art angeregt und umgesetzt.
„Wie im Rückblick auf das Wirken des Fördervereins zu sehen ist, ist unser Sandstein durchaus keine tote, sondern eine überaus lebendige Materie“, schrieb Ulrich Lork in seinem Rückblick auf das 20-jährige Bestehen. Der Förderverein wird weiter daran arbeiten, dass das Thema Sandstein in Havixbeck und darüber hinaus quicklebendig bleibt.
Die Jubiläumsfeier zum 25-Jährigen findet am 5. September mit geladenen Gästen auf Haus Havixbeck statt.
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